Schüsse in Paris: Die Polizei hat in der französischen Hauptstadt vor einem Kommissariat einen Mann niedergeschossen. Dieser trug die Attrappe einer Sprengstoffweste, wie die AFP unter Berufung auf das Innenministerium und Justizkreise meldet.

Neben München hatte Terrormiliz fünf weitere Orte in Europa im Visier.

Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen. Berichte, wonach der Angreifer getötet worden sein soll, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Nach Angaben des Polizeigewerkschafters Luc Poignant soll der Mann "Allah ist groß!" gerufen haben.

Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe "zwei oder drei Schüsse" gehört. Die Rue de la Goutte d'Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt. Die Gegend ist als Problemviertel bekannt.

Die Tat ereignete sich am Jahrestag des Überfalls auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo".

Weitere Hintergründe waren zunächst unklar. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Innenminister Bernard Cazeneuve will direkt zu dem Pariser Polizeikommissariat fahren. (dpa/cai/tfr)