Berlin (dpa) - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig strebt eine bundesweit einheitliche Regelung der Qualität von Kitas und Krippen an.

Bei einer Bund-Länder-Konferenz zur Kinderbetreuung am kommenden Donnerstag in Berlin wolle Schwesig (SPD) mit den Landesministern einen "Fahrplan" für die Qualitätsentwicklung vereinbaren, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf das Familienministerium. Dieser solle auch die Personalsituation in den Kitas berücksichtigen.

Bei dem Treffen soll es auch um die Finanzierung gehen. Die Zeitung zitiert Schwesig mit den Worten: "Alleine ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel von einer Erzieherin auf vier Kinder in der Krippe kostet pro Jahr 1,6 Milliarden Euro. Wir müssen darüber reden, was zur Qualität gehört und wie wir es bezahlen."

In einem ersten Schritt hatte die Bundesregierung im August das Kita-Ausbaugesetz geändert. Damit können Kommunen Geld vom Bund nun auch in die Ausstattung von Krippen und Kitas stecken, also etwa eine neue Kücheneinrichtung kaufen oder einen Gymnastikraum einrichten. Zuvor durften mit Bundeszuschüssen nur reine Baumaßnahmen finanziert werden. 2017 und 2018 wird ferner die Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten der Kinderbetreuung um je 100 Millionen Euro erhöht.© dpa