Die AfD ist weiter oben auf: Einer aktuellen Umfrage zufolge legt die rechtspopulistische Partei um zwei Punkte zu. Rekordergebnis. Ganz bitter sieht es hingegen für die SPD aus. Sie ist auf dem schlechtesten Stand seit sechs Jahren.

Die AfD kann von ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch bundesweit profitieren. Im aktuellen "Stern"-RTL-Wahltrend legt sie im Vergleich zur Vorwoche nochmals um zwei Prozentpunkte zu.

Beatrix von Storch und Frauke Petry tragen ihren Streit nun öffentlich aus.

Die rechtspopulistische Partei kommt mit 13 Prozent auf den bislang höchsten Wert.

Petry nicht fürs Kanzleramt

Allerdings sprechen die Bundesbürger AfD-Chefin Frauke Petry die Eignung fürs Kanzleramt ab. In einer weiteren Studie, die der "Stern" zitiert, halten nur 7 Prozent der Befragten Petry für geeignet, das Amt der Bundeskanzlerin zu übernehmen.

Eine breite Mehrheit von 84 Prozent spricht ihr diese Eignung ab. Selbst von den Anhängern ihrer Partei glauben nur 26 Prozent, dass Petry als Merkel-Nachfolgerin taugen würde.

Zudem empfehlen mehr als zwei Drittel aller Deutschen (68 Prozent) den etablierten Parteien, sich klar von den inhaltlichen Positionen der AfD abzugrenzen. Das berichtet der "Stern". 19 Prozent würden es dagegen für richtig halten, wenn die etablierten Parteien ihre Politik änderten und vieles von dem übernähmen, was die AfD fordert.

AfD-Chefin reagiert mit Hohn auf Anteilnahme in sozialen Medien.

Ganz bitter sieht es für die SPD aus. Im "Stern"-RTL-Wahltrend sackt sie um zwei Punkte auf 20 Prozent ab – ihr niedrigster Wert seit Ende 2009. CDU/CSU liegen weiterhin bei 35 Prozent. Die Grünen, die in Baden-Württemberg erstmals stärkste Kraft wurden, verbessern sich sogar um drei Punkte auf jetzt ebenfalls 13 Prozent.

Auch die Linke büßt im aktuellen Wahltrend zwei Punkte ein auf 8 Prozent. Die FDP verliert ebenfalls, wäre aber mit 6 Prozent immer noch im Bundestag vertreten. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 30 Prozent, vier Punkte weniger als in der Vorwoche. (far)