Angela Merkel ist so beliebt wie lange nicht mehr: Die Zustimmung zur Bundeskanzlerin ist trotz des andauernden Streits über ihre Flüchtlingspolitik laut dem Stern-RTL-Wahltrend auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Union konnte davon bisher aber nicht profitieren.

Bei der Frage, wer Kanzler sein soll, ist sich die Mehrheit einig. Laut einer "Forsa"-Umfrage im Auftrag des "Stern" und von RTL erhält Angela Merkel zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Nun steht sie bei 50 Prozent - dem höchsten Wert in diesem Jahr.

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Die Befragung der 2.501 Menschen fand zwischen dem 29. Februar und dem 4. März statt also kurz nach ihrem Auftritt bei "Anne Will". In der ARD-Talkshow hatte die Kanzlerin ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik verteidigt - offenbar mit guten Argumenten.

Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz liegt Sigmar Gabriel weit abgeschlagen zurück. Nur 13 Prozent würden ihn als Kanzler bevorzugen. Selbst bei den eigenen Parteianhängern liegt er mit 36 Prozent hinter der Kanzlerin (38 Prozent).

Grüne und AfD gewinnen ein Prozent dazu

Zwar kann die Union in der Umfrage bei der Frage, wen die Bürger wählen würden, nicht profitieren. Dafür hält die Mehrheit CDU und CSU für kompetent, die Probleme des Landes zu lösen (27 Prozent nach 25 Prozent in der Vorwoche).

Der SPD trauen das nur 8 Prozent zu. Die Mehrheit (56 Prozent) glaubt jedoch, dass keine Partei die Probleme lösen kann.

Insgesamt liegt die Zustimmung zur Union laut dem Stern-RTL-Wahltrend bei 35 Prozent (unverändert). Die SPD liegt bei 23 Prozent (-1). Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit 11 Prozent vor der AfD mit 10 Prozent (jeweils +1). Die Linke steht bei 9 Prozent (-1), die FDP bei 6 (unverändert). (cai)

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