Berlin (dpa) - Steuererklärungen könnten laut einem "Spiegel"-Bericht künftig vollständig durch Computerprogramme geprüft werden. Durch die computergestützte Fallbearbeitung könnten "Steuerbescheide auch vollautomatisch ergehen".

Das Nachrichtenmagazin beruft sich dabei auf ein Diskussionspapier des Bundesfinanzministeriums für eine Arbeitsgruppe mit den Ländern. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Sonntag lediglich, es werde fortlaufend geprüft, wie moderne technische Möglichkeiten in der Verwaltung umzusetzen seien. Konkrete Pläne bestünden aber nicht.

Der "Spiegel" meldete, die Neuerungen sollten bereits 2016 in Kraft treten. Bei der maschinenlesbaren Steuererklärung sollen demnach Belege über Ausgaben nur noch "bei entsprechendem Anlass vom Finanzamt gezielt angefordert" werden. Das Programm werde so eingerichtet, "dass es treffsicher risikobehaftete Fälle zur personellen Prüfung aussteuert", zitiert das Blatt aus dem Arbeitspapier.© dpa