Rund eine Viertelmillion Kinder in belagerten Gebieten in Syrien leiden einem Bericht zufolge unter Hunger. Viele wären dazu gezwungen, Tierfutter zu essen.

Steinmeier und Kerry sehen Waffenruhe als Zeichen der Hoffnung.

Diese Kinder hätten auch so gut wie keinen Zugang zu Medikamenten und potenziell anhaltende psychologische Probleme, heißt es in dem am Dienstag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation Save the Children.

"Die Kinder wachsen in einer Art Kriegskultur auf und es ist schwer einzuschätzen, was das für Langzeiteffekte auf sie haben wird", sagte Sonia Khush, die für das Bürgerkriegsland zuständige Regionaldirektorin der Organisation.

Viele müssen Tierfutter essen

Die Menschen in den belagerten Gebieten hätten oft noch nicht einmal Brot. "Brot ist für Syrer ein sehr wichtiger Aspekt ihres Lebens, sie essen es normalerweise mit allem", sagte eine nahe einer belagerten Gegend in Syrien lebende Mitarbeiterin der Hilfsorganisation, die anonym bleiben wollte.

"Brot ist eines der größten Probleme." Viele Menschen hätten "Überlebens-Kunstformen" entwickelt. Sie kochten beispielsweise Suppe aus Gras oder sammelten Stücke von Holzmöbeln aus zerbombten Häusern, um zu heizen oder zu kochen. "Zahlreiche Kinder sind bereits an Hunger gestorben, andere ernähren sich einmal täglich von gekochten Blättern oder von Tierfutter"© dpa