Nach dem Vormarsch von Regierungstruppen sind nach Angaben von Aktivisten rund 40 000 Syrer in der nördlichen Provinz Aleppo auf der Flucht.

Viele von ihnen könnten Schutz in der benachbarten Türkei suchen, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte zuvor laut Nachrichtenagentur Anadolu bei der Syrien-Geberkonferenz in London gesagt, wegen der Luftangriffe in Aleppo warteten 10 000 Flüchtlinge am Grenzübergang in Kilis. Zudem würden bis zu 70 000 Menschen aus Lagern in Nordsyrien weiter in Richtung Türkei fliehen.

Syrische Regierungstruppen hatten am Mittwoch die wichtigste Nachschubroute der Rebellen von der Großstadt Aleppo zur türkischen Grenze abgeschnitten. Sie waren in den vergangenen Tagen unterstützt von russischen Luftangriffen nördlich von Aleppo vorgerückt.© dpa

Die Genfer Friedensgespräche für Syrien sind bis zum 25. Februar vertagt worden. Das gab der UN-Sonderbeauftragte am Mittwochabend bekannt.