Die USA und Russland haben sich auf eine Waffenruhe in Syrien geeinigt. Sie soll ab Samstag in Kraft treten - mit einer Ausnahme.

Wie mehrere der Sender N-TV und "Bild.de" übereinstimmend berichten, gibt es ein vorläufiges Waffenstillstandsabkommen in Syrien. Ein Koordinator der syrischen Opposition soll das bestätigt haben.

Es basiere auf "internationalen Zusagen". Dabei handele es sich um ein provisorisches Abkommen, welches auf "internationalen Garantien" fuße, wird der Vorsitzenden des Hohen Verhandlungsrats, Riad Hidschab vom Fernsehsender Orient TV zitiert.

Die Waffenruhe solle am 27. Februar um 00:00 Uhr Ortszeit Damaskus (26. Februar 23:00 Uhr MEZ) beginnen, teilte das US-Außenministerium am Montag mit.

Machthaber wähnt sich im Syrien-Konflikt weiterhin als Sieger.

Warten auf Assad

Das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Oppositionskräfte müssten bis Freitagmittag erklären, ob sie die Bedingungen annehmen.

Die Vereinbarung gelte nicht für Gruppierungen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft sind, darunter die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, ein Ableger von Al-Kaida. Dies können weiterhin von den USA wie auch von Russland bekämpft werden.

Noch für Montag wurde ein Telefonat zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin erwartet.

US-Außenminister John Kerry rief die Konfliktparteien umgehend auf, den Bedingungen zuzustimmen. "Wenn (sie) in Kraft gesetzt und eingehalten (wird), wird diese Waffenruhe nicht nur zu einer Reduzierung der Gewalt führen, sondern auch eine Ausweitung der Lieferung dringend benötigter humanitärer Hilfe für eingeschlossene Gegenden ermöglichen2, sagte Kerry.

Ferner unterstütze die Waffenruhe den Transformationsprozess hin zu einer Regierung in Damaskus, "die auf die Nöte des syrischen Volkes eingeht".

Ministerpräsident Medwedew irritiert mit Aussage und schießt gegen Merkel.

Zuvor hatte Russland die jüngsten Anschläge auf Regimeviertel in Syrien als "abscheuliche Verbrechen" kritisiert, die auch die Bemühungen um eine Waffenruhe untergraben sollten.

Die Attentate sollten die Versuche sabotieren, Gewalt und Blutvergießen in dem Bürgerkriegsland zu beenden, teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. (men/far/dpa)© dpa