Kairo (dpa) - Syrische Regimetruppen haben in der Schlacht um das historische Palmyra eine Gegenoffensive der Terrormiliz IS zurückgeschlagen und kontrollieren nun gut ein Drittel der Stadt.

Unterstützt durch russische Luftschläge habe das Militär mindestens drei Stadtbezirke im Westen und Norden eingenommen, berichteten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sowie die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Den Menschenrechtlern zufolge rücken die Einheiten von Präsident Baschar al-Assad mit Macht auf das Zentrum von Palmyra vor - so stark wie nie seit Beginn der gesamten Offensive seit Anfang März.

Zuvor hatte der Islamische Staat (IS) die Regierungseinheiten in heftigen Kämpfen und mit Autobomben zeitweise an den Stadtrand zurückgedrängt. Mindestens zehn Soldaten waren dabei der Beobachtungsstelle zufolge gestorben.

In den Tagen zuvor waren die Regierungseinheiten auf Palmyra vorgerückt und konnten am Donnerstag erstmals in die Stadt eindringen. Die Stadt zählt wegen ihrer gut erhaltenen antiken Ruinen zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte sie im Mai 2015 erobert. Seitdem sprengten die Dschihadisten eine Reihe antiker Bauwerke.© dpa