Nach dem Terroranschlag am Flughafen in Brüssel sowie dem Anschlag in der Brüsseler Metro ist der Flug- und Zugverkehr nach Brüssel eingestellt. Der Botschafter fordert Deutsche auf, ihren Aufenthaltsort nicht zu verlassen.

Nach den Terroranschlägen in Brüssel wurde der Zugverkehr zwischen den Niederlanden und Brüssel stillgelegt. Davon betroffen sind auch die internationalen Züge Thalys und Eurostar, teilte ein Sprecher der niederländischen Bahn am Dienstag mit.

Deutsche sollen Ruhe bewahren

Alle Deutsche in der belgischen Hauptstadt sind aufgerufen worden, den öffentlichen Raum zu meiden. "Ich bitte Sie darum, in der gegenwärtigen Situation Ruhe zu bewahren und nach Möglichkeit Ihren aktuellen Aufenthaltsort (Büro, Zuhause) nicht zu verlassen", schrieb der deutsche Botschafter Rüdiger Lüdeking in Belgien in einer per E-Mail verbreiteten Nachricht.

Alle Deutschen, die sich in Brüssel aufhalten, sollten sich über die belgischen Behörden informiert halten.

Zu der Sperrung des Brüsseler Flughafens sowie von Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und Tunneln schrieb Lüdeking: "Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass auch morgen aufgrund der Vorkommnisse erhebliche Einschränkungen gelten werden."

Die Deutsche Bahn stoppt den Zugverkehr nach Brüssel.

Auch der Hochgeschwindigkeitszug Thalys hat seine Fahrten über Belgien eingestellt. Auf seiner französischen Twitter-Seite empfiehlt das Unternehmen, alle Reisen zu verschieben. Fahrkarten, die für den 22. und 23. März gebucht sind, können Reisende kostenlos umtauschen oder sich erstatten lassen.

Flüge nach Brüssel fallen aus

Von den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden voraussichtlich bis auf weiteres keine Maschinen nach Brüssel starten. Letztlich sei das aber die Entscheidung jeder Fluggesellschaft, sagte ein Flughafensprecher am Dienstag in Berlin. Bis zum Mittag wird entschieden, ob auch spätere Flüge gestrichen werden.

Auch am Münchner Flughafen fallen die Flüge in die belgische Hauptstadt aus. Bis zum Mittag seien zunächst drei geplante Landungen aus Brüssel und zwei Starts nach Brüssel betroffen, sagte ein Flughafen-Sprecher am Dienstag gegenüber dem Fernsehsender münchen.tv.

Der Brüsseler Flughafen hat nach den Explosionen eine Telefonnummer für besorgte Freunde und Angehörige eingerichtet. Unter +32 2 753 7300 können sie sich informieren, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf einen Flughafensprecher meldete. Das Brüsseler Mobilfunknetz brach am Morgen praktisch zusammen.

Verschärfte Kontrollen am Flughafen Frankfurt

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt verschärft die Bundespolizei ihre Kontrollen. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt.

Nähere Einzelheiten wolle man aus taktischen Gründen nicht nennen. Die Bundespolizei überwacht die deutsche Außengrenze am Flughafen mit rund 2500 Beamten.

Die Flüge zum Brüsseler Flughafen Zaventem werden umgeleitet. Das berichtete der Sender La Première am Dienstag unter Berufung auf die belgische Flugaufsichtsbehörde Belgocontrol. © dpa

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Anschlag in Brüssel: Explosionen an Flughafen und Metro

Mehrere Tote und Verletzte nach Terroranschlägen auf Flughafen und Metro.