Belgien steht unter Schock. Bei einem Terroranschlag in Brüssel am Flughafen Zaventem kamen durch die Explosion einer Bombe zahlreiche Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Kurz darauf ereignete sich auch in der Brüsseler Metro ein Bombenanschlag, der zusätzliche Opfer forderte. Alle Informationen zum Terroranschlag in Brüssel in der Ticker-Nachlese.

  • Explosionen am Flughafen in Brüssel und in Metro
  • mindestens zehn Tote und 100 Verletzte am Flughafen
  • mindestens 20 Tote und 130 Verletzte in der U-Bahn
  • höchste Terrorwarnstufe in Belgien
  • IS bekennt sich zu Anschlägen

Die Geschehnisse des Tages:

17:45 Uhr: Dass der sogenannte "Islamische Staat" hinter den Terroranschlägen stecken soll, verwundert nicht. Dennoch könnten die Anschläge auch ein Indiz dafür sein, dass der IS militärisch in Syrien und dem Irak geschwächt ist.

17:38 Uhr: Im Gebäude des Brüsseler Flughafens ist nach einem Medienbericht des Senders RTBF eine dritte Bombe gefunden und entschärft worden.

17:32 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Belgien volle Solidarität und Unterstützung bei der Suche nach den islamistischen Attentätern von Brüssel zugesagt.

Deutschland werde in jeder Weise mit der belgischen Regierung und den dortigen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, "um die Schuldigen für die heutigen Verbrechen zu finden, festzusetzen und zu bestrafen", sagt Merkel als Reaktion auf die islamistischen Terrorattacken von Brüssel mit mindestens 34 Toten und weit mehr als 200 Verletzten. In Deutschland arbeiteten alle staatlichen Ebenen daran, "dass trotz der nicht zu leugnenden Bedrohung das menschenmögliche für die Sicherheit in unserem Land getan wird".

17:24 Uhr: Trotz der tödlichen Terroranschläge setzen die Brüsseler Schulen ihren Unterricht am Mittwoch fort.

Kindertagesstätten sollen hingegen geschlossen sein. Man habe keine Hinweise, dass Schulen zum Ziel von Anschlägen werden könnten, erklärt die flämische Bildungsministerin Hilde Crevits.

Auch die Aufsicht des frankophonen Schulwesens teilt mit, alle Schulen und höheren Bildungseinrichtungen blieben geöffnet. Die EU-Kommission erklärt unterdessen, ihre Kindertagesstätten blieben am Mittwoch ersatzlos geschlossen.

16:48 Uhr: Medienberichten zufolge soll es sich bei den Bomben um den gleichen Sprengstoff handeln, den die Attentäter von Paris verwendet haben: TATP.

16:41 Uhr: Nach offiziellen Schätzungen sind etwa 230 Menschen verletzt worden - mehr als bisher bekannt.

Das nationale Krisenzentrum hat die Zahlen veröffentlicht. Etwa 100 Menschen wurden demnach am Flughafen Zaventem verletzt, weitere 130 bei der Explosion in der Metrostation Maelbeek.

Am Flughafen seien etwa zehn Menschen ums Leben gekommen, an der Metrostation ungefähr zwanzig. Die genaue Zahl der Opfer stehe aber noch nicht fest.

16:28 Uhr: Der Sender VRT hat ein Foto von drei Männern veröffentlicht, die den Anschlag verübt haben sollen. Der Sender teilte auf seiner Internetseite mit, die Polizei habe dies bestätigt.

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16:22 Uhr: Der sogenannte "Islamische Staat" (IS) hat sich zu den Anschlägen bekannt. Das berichtet die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq im Internet.

Kämpfer des "Islamischen Staates" hätten eine Serie von Bombenangriffen mit Sprenggürteln und -sätzen verübt, melden die arabischen und englischen Nachrichtenseiten von Amaq.

Angegriffen worden seien der Flughafen und die zentrale Metrostation Brüssels, heißt es es. Mehrere IS-Kämpfer hätten sich selbst in die Luft gesprengt. Belgien wird in der Nachricht als Land beschrieben, dass an der internationalen Koalition gegen den IS beteiligt sei.

Die Echtheit des Bekenntnisses konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Nachrichtenagentur Amaq hat in der Vergangenheit immer wieder Stellungnahmen des IS verbreitet. Sie gilt als eng mit der Terrormiliz verbunden.

16:20 Uhr: Mindestens eine deutsche Staatsangehörige ist leicht verletzt worden. Die Frau habe eine leichte Rauchvergiftung erlitten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Bis zum Nachmittag (15:45 Uhr) gab es demnach weiterhin keine Informationen über andere deutsche Opfer.

16:06 Uhr: Die Polizei hat die Suche nach Waffen und möglichen Verdächtigen am Airport eingestellt.

15:56 Uhr: Nach den Anschlägen mit mindestens 34 Toten verhängt die belgische Regierung eine dreitägige Staatstrauer. Das meldet der Sender RTBF.

15:48 Uhr: Der Zugverkehr in Brüssel soll ab 16:00 Uhr wieder weitgehend normal funktionieren. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Betreibergesellschaft SNCB.

Ausgenommen seien die Bahnhöfe Schuman und Luxemburg im EU-Viertel. Schuman befindet sich nahe der Metrostation Maelbeek, in der sich eine der beiden Explosionen ereignete.

Der Bahnhof Luxembourg ist unmittelbar am Europaparlament. Auch der Bahnhof am Flughafen Zaventem, wo eine Explosion ebenfalls zu Toten führte, bleibt vorerst geschlossen. Die Brüsseler Autotunnel öffneten derweil wieder, meldete der Sender VRT.

Barack Obama verurteilt Anschläge

15:46 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge von Brüssel verurteilt. "Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien", sagt er in Havanna.

"Wir werden alles tun, was notwendig ist, um unseren Freund und Verbündeten Belgien dabei zu unterstützen, diejenigen vor Gericht zu bringen, die dafür verantwortlich sind."

Die Taten seien eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen müsse, fügt er hinzu.

Nach den Terroranschlägen von Brüssel wird in belgischen Medien über die möglichen Täter und Drahtzieher spekuliert. Drei Namen werden dabei immer wieder genannt.

15:28 Uhr: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) kritisiert die Sicherheitsbehörden im Nachbarland Belgien.

Der Salafismus im Brüsseler Stadtteil Molenbeek sei seit vielen Jahren gewachsen "und man hätte möglicherweise eher eingreifen müssen", sagt der Minister in Düsseldorf.

Jäger zeigte sich erschrocken darüber, dass eine mutmaßliche Terrorzelle in Belgien über Jahre unentdeckt bleiben konnte. "Es geht nicht um einzelne, sich selbst organisierende Täter, sondern es wurde strukturiert und abgesprochen vorgegangen. Das setzt Zellenbildung voraus", sagt er.

"Es ist leichter, solche Zellen zu entdecken, als radikalisierte Einzeltäter. Und das ist das Erschreckende: Dass eine solche Zelle dort nicht entdeckt werden konnte." Jäger betonte aber auch, dass die Sicherheitsbehörden im Nachbarland in den vergangenen Monaten ihre Maßnahmen deutlich hochgefahren hätten und erheblichen Kontrolldruck auf die Szene ausübten.

15:20 Uhr: Dem Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, zufolge haben die Attentäter von Brüssel bewusst die belgische Hauptstadt als Ziel ihrer Terroranschläge ausgesucht.

In Brüssel herrsche seit Monaten militärischer Ausnahmezustand. "Überall ist Polizei, ja sogar Militär. Und dennoch konnten die Terroristen ihre Schreckenstat verüben", sagt Wendt im Gespräch mit der "Huffington Post".

Für ihn ist klar: "Die Terroristen wollen mit der Auswahl Brüssels zeigen, dass sie überall zuschlagen können, egal wie stark eine Stadt oder ein neuralgischer Ort gesichert ist".

15:12 Uhr: Neues Detail zum Anschlag am Flughafen: Offenbar wurde eine Nagelbombe gezündet, berichtet der Sender VRT. In den Körpern der Opfer seien Nägel gefunden worden.

15:10 Uhr: Die Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel bleibt nach den Terroranschlägen vorerst bis nach Ostern geschlossen. Dann müsse geschaut werden, wie es nach dem langen Wochenende weitergehe, sagt ein Sprecher der Staatskanzlei in München.

Noch ist unklar wer hinter den Terroranschlägen in Brüssel steckt. Für Terrorexperte Rolf Tophoven ist jedoch klar: Es war ein Racheakt auf Salah Abdeslams Festnahme.

Mehrere Tote nach Terroranschlägen auf Flughafen und Metro.

14:58 Uhr: Höchste Sicherheitsvorkehrungen auch in den USA: Die Polizei in New York verstärkt ihre Präsenz an viel besuchten Orten und Transitpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen.

Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Polizei mit. "Es gibt derzeit keine bekannten Hinweise, dass die Attacke irgendeine Verbindung zu New York City hatte", heißt es.

Die Polizei stehe mit internationalen Partnern und dem FBI sowie US-Terrorexperten in Kontakt.

14:49 Uhr: Das belgische Atomkraftwerk Tihange ist nach Angaben des Betreibers Electrabel nicht evakuiert worden. Vielmehr sei verzichtbares Personal aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt worden, unterstreicht das Unternehmen auf Twitter.

14:46 Uhr: In der Brüsseler Metro sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Das berichtet der Brüssler Bürgermeister Yvan Mayeur laut Nachrichtenagentur Belga und bestätigt damit jüngste Medienberichte. Die Lage sei immer noch "extrem chaotisch".

Laut Mayeur erlitten 106 Menschen in der U-Bahn Verletzungen. Laut Medien kamen am Brüsseler Flughafen 14 Menschen ums Leben, so dass es bei den Attentaten insgesamt mindestens 34 Opfer gegeben hat.

14:31 Uhr: Am Leipziger Flughafen ist das Abflugterminal gesperrt worden. Bei einer Handgepäckkontrolle wurde ein verdächtiger Koffer gefunden, wie uns ein Flughafensprecher sagt.

Sicherheitsexperten konnten nach kurzer Zeit Entwarnung geben. "In dem Koffer haben sich harmlose Dinge befunden", sagt der Sprecher. Der Betrieb am Flughafen laufe wieder normal. Die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen seien erhöht.

14:19 Uhr: Die Nato hat die Alarmstufe in ihrem Brüsseler Hauptquartier erhöht.

"Wir bleiben wachsam und verfolgen die Lage weiterhin genau", erklärt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Stoltenberg spricht von einem "feigen Anschlag" auf "unsere Werte und auf unsere offene Gesellschaft". Der Terrorismus werde die Demokratie und ihre Freiheiten nicht besiegen. Er denke an die Opfer und ihre Angehörigen.

"Wir alle stehen unserem Alliierten Belgien an diesem dunklen Tag bei", fügt Stoltenberg hinzu.

Eine Serie von Terroranschlägen hat am Dienstagvormittag die belgische Hauptstadt Brüssel erschüttert. Bei mehreren Explosionen im Flughafen Zaventem und der Brüsseler Metro kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Was wir zu den Terrorakten bisher wissen, hier im Überblick.

14:08 Uhr: Nach den angekündigten Sicherheitsmaßnahmen für Atomkraftwerke erreicht uns jetzt die Meldung, dass ein belgisches AKW evakuiert wird. Es soll sich dabei um das Atomkraftwerk Tihange handeln. Es ist 70 Kilometer von Aachen entfernt. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den lokalen Polizeichef.

Sowohl Polizei als auch Militär seien vor Ort, wie der Betreiber Engie laut Nachrichtenagentur Belga mitteilt.

Tihange liegt in der Nähe der ostbelgischen Stadt Lüttich. Der Standort besteht aus drei Druckwasserreaktoren. Zuletzt waren dort 940 Mitarbeiter beschäftigt.

14:08 Uhr: Sprengstoffexperten der belgischen Armee wollen ein verdächtiges Päckchen am Brüsseler Flughafen sichern. Es könne zu einem Knall kommen, teilt das nationale Krisenzentrum per Twitter mit.

13:58 Uhr: Bei den Anschlägen in Brüssel sind nach Informationen des belgischen TV-Senders VRT 34 Menschen ums Leben gekommen. Davon seien 14 Menschen bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen Zaventem umgekommen und 20 in der U-Bahn.

13:54 Uhr: Offenbar sind noch potentielle Attentäter unterwegs. Das berichtet der Sender N-TV. "Wir fürchten, dass Personen noch auf freiem Fuß sind", sagt Außenminister Didier Reynders dem Fernsehsender RTBF.

13:53 Uhr: Der Königspalast ist offenbar nicht evakuiert worden. Das dementiert ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. Zunächst hatte der belgische TV-Sender RTBF von einer Räumung berichtet.

Nach den Anschlägen von Brüssel, bei denen viele Menschen ums Leben kamen, herrscht bislang Unklarheit über Identität der Opfer. Wer nach Angehörigen sucht, kann sich an eine der neu eingerichteten Krisen-Hotlines wenden.

13:38 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt heute um 17:00 Uhr in Berlin eine Erklärung zu den Terroranschlägen in Brüssel ab.

13:37 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier: "Die mörderischen Anschläge in Brüssel verurteile ich auf das Schärfste. Sie zielen auf das Herz Europas und richten sich in ihrer verbrecherischen Heimtücke auf wehrlose Menschen. In diesen schweren Stunden steht Europa solidarisch zusammen. Belgien ist nicht alleine. Unsere belgischen Freunde können auf die feste Unterstützung durch Deutschland und Europa zählen. Wir stellen uns dem Terrorismus gemeinsam und entschlossen entgegen. In Gedanken sind wir bei unseren belgischen Nachbarn. Den Opfern und ihren Angehörigen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl."

13:30 Uhr: In Brüssel hat es mehrere Razzien gegeben. Ermittler seien auf der Suche nach Verdächtigen, die mit den Attentaten zu tun haben könnten, berichtet der öffentliche Sender RTBF mit Hinweis auf Justizquellen.

12:54 Uhr: Zur Stunde macht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter der Hashtag #openhouse die Runde. Belgier öffnen den Menschen ihre Wohnungen und Häuser, die nicht mehr weiterkommen.

12:53 Uhr: Belgiens Premier Charles Michel sagt wegen der Anschläge in Brüssel seine China-Reise ab. Michel wollte eigentlich am Mittwoch für drei Tage nach China reisen, um dort für Investitionen in seinem Land zu werben.

12:50 Uhr: Im Brüsseler Flughafen sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga Waffen gefunden worden. Belga verweist auf eine gute informierte Quelle, eine offizielle Bestätigung gebe es aber nicht. Der Sender RTBF berichtete, in der Abflughalle sei eine Kalaschnikow gefunden worden.

12:46 Uhr: Zur Stunde macht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter der Hashtag #openhouse die Runde. Belgier öffnen den Menschen ihre Wohungen und Häuser, die mehr weiterkommen.

12:41 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat dem belgischen Volk seine Solidarität erklärt. "Durch die Anschläge von Brüssel ist ganz Europa getroffen", teilt der Staatschef mit.

Deshalb sei es nötig, dass Europa "die notwendigen Vorkehrungen gegenüber der Schwere der Bedrohung" ergreife. Frankreich werde den Kampf gegen Terrorismus unerbittlich fortsetzen.

Es ist der Terroranschlag in Brüssel, den nach der Verhaftung des mutmaßlichen IS-Terroristen Salah Abdeslam am Freitag alle befürchtet haben. Bei den Attacken auf den Hauptstadtflughafen Zaventem sind viele Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es auch in der Brüsseler Metro Explosionen mit zahlreichen Opfern.

12:26 Uhr: Insgesamt sind bei den Explosionen am Flughafen elf Menschen getötet und 81 verletzt worden. Das sagt Gesundheitsministerin Maggie De Block, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet. Bisher war laut Medienberichten von 13 Toten am Flughafen die Rede gewesen.

12:24 Uhr: Belgien hat die Sicherheitsvorkehrungen an den Atomkraftwerken des Landes verstärkt. Es seien "zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen" ergriffen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Unter anderem würden Autos kontrolliert. "Polizei und Armee sind vor Ort", berichtete Belga.

12:20 Uhr: Alle Deutschen in Brüssel sind aufgerufen worden, den öffentlichen Raum zu meiden. "Ich bitte Sie darum, in der gegenwärtigen Situation Ruhe zu bewahren und nach Möglichkeit Ihren aktuellen Aufenthaltsort (Büro, Zuhause) nicht zu verlassen", schreibt der deutsche Botschafter Rüdiger Lüdeking in Belgien in einer per E-Mail verbreiteten Nachricht.

Alle Deutschen, die sich in Brüssel aufhalten, sollten sich über die belgischen Behörden informiert halten.

Zu der Sperrung des Brüsseler Flughafens sowie von Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und Tunneln schreibt Lüdeking: "Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass auch morgen aufgrund der Vorkommnisse erhebliche Einschränkungen gelten werden."

12:17 Uhr: Die Taxis in Brüssel fahren gratis. Das berichtet der belgische Fernsehsender VRT. Der belgische Taxiverband Febet ruft seine Mitglieder über Twitter dazu auf, Menschen aus den betroffenen Gebieten zu fahren. Alle Metro-Stationen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen.

12:13 Uhr: Bei der Explosion in der Brüsseler Metrostation Maelbeek sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga mindestens 15 Menschen umgekommen und 55 verletzt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Getöteten - also am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn - auf mindestens 28.

12:12 Uhr: Innenminister Thomas de Maizière zeigt sich tief betroffen. "Die Zahl der Toten ist noch offen", sagt der Innenminister in einem Statement. Die Zahl der Verletzten sei sehr hoch.

"Wir wissen noch nicht mal, ob die Lage abgeschlossen ist", so der Minister weiter.

Die Auswahl der Orte spreche dafür, dass "der terroristische Anschlag nicht nur Belgien galt - sondern unserer Freiheit."

Man stehe in engstem Kontakt mit den belgischen Behörden und den EU-Institutionen.

Deutschland erhöhe seine Sicherheitsmaßnahmen. Entsprechende Vorkehrungen würden vor allem in Grenzregionen zu Frankreich und Belgien vorgenommen. Man habe keine Informationen über einen möglichen Deutschlandbezug. Man habe auch keine Informationen über deutsche Opfer.

De Maizière stellt klar: "Das ist nur eine Zwischenbewertung".

12:03 Uhr: Auf dem Brüsseler Flughafen habe sich wahrscheinlich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagt Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bei der Pressekonferenz mit Premier Charles Michel.

Nach den mutmaßlichen Terroranschlägen in Brüssel schaltet das soziale Netzwerk Facebook wieder seine Funktion "Sicherheitscheck" ein.

11:55 Uhr: Michel nennt keine konkreten Opferzahlen. Er fügt hinzu, nun werde Militär zur Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt.

11:53 Uhr: Die belgische Regierung will sich nicht an den Spekulationen über die Hintermänner beteiligen. Es werde gerade mit Hochdruck ermittelt.

11:59 Uhr: Bei den Explosionen in Brüssel hat es sich um Terroranschläge gehandelt. Das sagt der belgische Premierminister Charles Michel bei einer ersten Pressekonferenz und spricht von vielen Toten und vielen Verletzten.

Das müssen Reisende nach den Explosionen in Brüssel wissen.

11:49 Uhr: Facebook hat nach den Explosionen in Brüssel am späten Dienstagvormittag seinen "Sicherheitscheck" eingeschaltet, über den Nutzer Freunden mitteilen können, dass sie in Sicherheit sind.

Der Service war unter anderem nach den Terroranschlägen in Paris im vergangenen November aktiviert worden und zuletzt auch bei den Explosionen in Ankara. Der "Safety Check" war ursprünglich unter dem Eindruck des Tsunami 2011 in Japan für den Fall von Naturkatastrophen entwickelt worden. Der erste Einsatz war nach dem Erdbeben in Nepal 2015.

11:43 Uhr: Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys hat seine Fahrten über Belgien eingestellt. Auf seiner französischen Twitter-Seite empfiehlt das Unternehmen, alle Reisen zu verschieben. Fahrkarten, die für den 22. und 23. März gebucht sind, können Reisende kostenlos umtauschen oder sich erstatten lassen.

11:41 Uhr: Die Explosion in der Brüsseler Metrostation Maelbeek ist in einer gerade eingefahrenen U-Bahn ausgelöst worden. Bilder vom Tatort zeigten einen völlig zerstörten Wagen.

Polizei sprengt verdächtiges Objekt

11:34 Uhr: In Brüssel hat es offenbar eine weitere Explosion gegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Die Detonation habe sich am Dienstagvormittag nahe der Rue de la Loi ereignet - das ist in der Nähe der U-Bahnstation Maelbeek.

Wie "Le Soir" berichtet, soll ein verdächtiges Paket von der Polizei gesprengt worden sein.

11:33 Uhr: Die belgische Regierung hat nach den Explosionen die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Das belgische Krisenzentrum ruft die Bürger auf, in ihren Häusern zu bleiben.

"Bleiben Sie, wo Sie sind", erklärt die Behörde über den Kurznachrichtendienst Twitter. Demnach wurden bis auf weiteres alle öffentlichen Verkehrsmittel gestoppt sowie Bahnhöfe geschlossen.

11:30 Uhr: Im Flughafen in Zaventem im Nordosten der belgischen Hauptstadt sind die Rettungsarbeiten schwierig. "Es gibt viele Trümmerteile", sagt Feuerwehrsprecher Pierre Meys.

"Es kann deshalb noch weitere Opfer geben." Auch in der U-Bahn-Station Maelbeek seien die Rettungskräfte vor Ort. "Der Großteil der Verletzten ist bereits in Sicherheit gebracht worden. Die Lage ist ziemlich chaotisch."

11:23 Uhr: Auch der belgische Sender VRT berichtet, dass es mindestens 23 Tote gegeben hat. Bei der Explosion in der Brüsseler Metrostation Maelbeek sind nach Angaben des Senders etwa 10 Menschen ums Leben gekommen.

11:19 Uhr: Die Deutsche Bahn den Zugverkehr zwischen Aachen und der belgischen Hauptstadt eingestellt. Züge von Frankfurt über Köln nach Belgien endeten schon in Aachen, sagt ein Bahnsprecher. Das werde voraussichtlich den ganzen Tag so bleiben.

11:15 Uhr: CNN berichtet, dass 23 Menschen bei den Explosionen getötet wurden.

11:12 Uhr: Die Bundespolizei arbeitet an einem angepassten Sicherheitskonzept in Deutschland. "Reagiert wird auf jeden Fall", sagt eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam.

Details könne man derzeit allerdings noch nicht nennen. Am Morgen hatte die Bundespolizei in Frankfurt am Main bereits angekündigt, die Kontrollen am größten deutschen Flughafen zu verschärfen.

11:08 Uhr: Der portugiesische Fußball-Verband hat sich nach den Terrorattacken von Brüssel umgehend mit den belgischen und internationalen Behörden in Verbindung gesetzt.

Das teilt der FPF auf seiner Homepage mit. Die Portugiesen sollen am kommenden Dienstag eigentlich zu einem Testspiel beim Weltranglistenersten Belgien antreten.

Die Partie, die im Stade Roi Baudouin von Brüssel stattfinden soll, sei fraglich, schreibt die portugiesische Zeitung "A bola". Das Training der Belgier ist abgesagt worden.

Noch keine offizielle Zahlen über Todesopfer

11:02 Uhr: Wie ein Sprecher der Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP sagt, starben durch die Explosionen am Flughafen mindestens elf Menschen. In der U-Bahnstation Maelbeek seien "durch eine sehr starke Explosion" nach vorläufigen Erkenntnissen etwa zehn Menschen ums Leben gekommen. Offizielle Zahlen über mögliche Todesopfer gibt es bisher nicht.

11:00 Uhr: Die Pariser Polizei hat ihre Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Bahnhöfen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln verstärkt. Nähere Details wollte ein Sprecher der Polizeipräfektur nicht nennen.

10:58 Uhr: Laut der französischen Zeitung "Le Soir" ist im königlichen Palast in Brüssel ein verdächtiges Paket gefunden worden.

10:55 Uhr: Belgiens Königspaar zeigt sich "schockiert" über die Vorfälle am Brüsseler Flughafen und in der Metro. Das sagt ein Sprecher des Palastes der Nachrichtenagentur Belga. König Philippe stehe im engen Kontakt mit der Regierung und den zuständigen Stellen.

10:49 Uhr: Bundesjustizminister Heiko Maas hat die mutmaßlichen Terroranschläge in Brüssel verurteilt. "Das ist ein schwarzer Tag für Europa. Diese abscheulichen Taten treffen uns alle. Wir stehen an der Seite von #Bruessel und der Belgier", twittert der SPD-Politiker.

10:47 Uhr: Der Brüsseler Flughafen hat nach den Explosionen eine Telefonnummer für besorgte Freunde und Angehörige eingerichtet. Unter +32 2/ 7 53 73 00 können sie sich informieren, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf einen Flughafensprecher meldet.

10:43 Uhr: Die deutsche Botschaft in Brüssel bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen sind, so eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Botschaft stehe in engem Kontakt mit den zuständigen belgischen Behörden.

10:40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge in Belgien als "barbarische Verbrechen" verurteilt. Der Terrorismus kenne keine Grenzen und müsse daher in aktiver internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau.

Putin habe dem belgischen König Philippe sein Beileid ausgesprochen, sagt er der Agentur Interfax zufolge. Unter den Opfern bei mehreren Explosionen in Brüssel seien nach ersten Erkenntnissen keine russischen Staatsbürger, teilt das Außenministerium in Moskau mit.

10:35 Uhr: Das Auswärtige Amt hat eine Hotline eingerichtet: 0 30/ 50 00 30 00

Terroranschlag Brüssel: Chaos am Flughafen

Anschlag in Brüssel: Am Flughafen hat es am Dienstagmorgen gegen 8:00 Uhr zwei Explosionen gegeben. Panik packte die Gäste und Angestellten am Flughafen, sie begannen, in Panik davonzulaufen. © 1&1 Mail & Media

10:33 Uhr: Das Krisenzentrum Belgien rät dazu, die sozialen Netzwerke für die Kommunikation zu nutzen. Das Netz sei überlastet.

10:25 Uhr: Von den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld werden voraussichtlich bis auf weiteres keine Maschinen nach Brüssel starten. Letztlich sei das aber die Entscheidung jeder Fluggesellschaft, sagt ein Flughafensprecher.

Medien: Zehn Tote bei Explosion in Metro-Station in Brüssel

10:20 Uhr: Nach den Brüsseler Metro-Stationen werden nun auch Tunnel in der belgischen Hauptstadt gesperrt. Die Polizei habe angeordnet, den Jubelparktunnel sowie den Wettunnel in Richtung Zentrum zu sperren, teilt die Verkehrsleitstelle Mobiris mit.

10:17 Uhr: Medienberichten zufolge wurden zehn Menschen bei der Explosion in der Metro getötet.

10:15 Uhr: Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen nach den Explosionen am Flughafen und den U-Bahnstationen in Brüssel von Terroranschlägen aus. Die Staatsanwaltschaft habe Antiterror-Ermittlungen aufgenommen, berichtet der öffentliche Sender RTBF.

Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen Zaventem mit Toten und Verletzten hat es auch in der Brüsseler Metro Explosionen gegeben.

10:14 Uhr: Die Explosionen am Brüsseler Flughafen wurden nach einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gibt es dafür zunächst nicht.

10:11 Uhr: Das belgische Rote Kreuz hat eine Website für Menschen eingerichtet, die auf der Suche nach Angehörigen sind. Auf der Website können Personen auch angeben, dass sie in Sicherheit sind, meldet die Hilfsorganisation auf Twitter.

10:10 Uhr: Die Niederlande haben die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Das teilt die zuständige Anti-Terrorismusbehörde in Den Haag mit. Auf den Flughäfen Amsterdam Schiphol, Rotterdam und Eindhoven wurden extra Patrouillen der Grenzpolizei eingesetzt. Auch an der Grenze zu Belgien werde strenger kontrolliert.

13 Tote bei Explosionen am Flughafen Brüssel-Zaventem

10:07 Uhr: Nach Angaben des belgischen Senders VRT sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 35 Personen seien verletzt worden.

09:50 Uhr: Bei der Explosion in der Brüsseler Metro-Station Maelbeek hat es Verletzte gegeben. Mindestens eine Person wurde von Rettungskräften auf einer Bahre versorgt, berichtet eine dpa-Reporterin.

09:47 Uhr: Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib hat aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen geschlossen. Das teilt die Stib mit.

09:43 Uhr: Der Frankfurter Flughafen richtet sich darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen. Eine erste Maschine der österreichischen Gesellschaft Austrian Airlines sei bereits nach Frankfurt dirigiert worden, berichtet ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Es sei zudem damit zu rechnen, dass die sieben geplanten Starts nach Brüssel abgesagt würden. Zu Sicherheitsmaßnahmen in Frankfurt wollte sich der Fraport-Sprecher nicht äußern. Sie seien auf der höchsten Stufe und würden eng mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt.

Vor Ostern steigen die Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen bereits stark an.

09:29 Uhr: Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen haben sich die Krankenhäuser in der belgischen Hauptstadt auf die Aufnahme zahlreicher Verletzter eingestellt. Ein Notfall-Plan sei aktiviert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Belga.

09:28 Uhr: Offenbar hat es eine weitere Explosion in der Brüsseler Metro im EU-Viertel von Brüssel gegeben.

09:26 Uhr: Die Bundespolizei verschärft ihre Kontrollen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Man beobachte die Situation sehr genau, sagt Sprecher Christian Altenhofen.

Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Nähere Einzelheiten wolle man aus taktischen Gründen nicht nennen. Die Bundespolizei überwacht die deutsche Außengrenze am Flughafen mit rund 2.500 Beamten.

Bahnhöfe und Metrostationen in Brüssel evakuiert

09:22 Uhr: Auch Bahnhöfe und Metrostationen werden Medienberichten zufolge evakuiert.

09:20 Uhr: Die Ursache der Explosionen am Brüsseler Flughafen Zaventem ist noch unklar. Die belgische Polizei will vorerst weder verneinen noch bestätigen, dass es sich um einen Anschlag gehandelt haben könnte. "Wir hoffen, gegen 09:30 Uhr mehr Informationen zu haben", sagt ein Sprecher der Nachrichtenagentur Belga.

09:14 Uhr: Auch im Inneren des Flughafen wurden Passagiere aufgefordert, das Gebäude zu verlassen, wie eine Augenzeugin der Nachrichtenagentur AFP sagt. "Keiner wusste, was passiert. Es herrschte totale Verwirrung."

09:07 Uhr: Der regionale Katastrophenplan ist ausgelöst worden, wie Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte berichtet. Die zuständigen Behörden stimmten sich nun mit dem nationalen Krisenzentrum ab. Die Flüge nach Brüssel-Zaventem werden umgeleitet.

09:00 Uhr: Die Flüge zum Brüsseler Flughafen Zaventem werden umgeleitet. Das berichtet der Sender La Première unter Berufung auf die belgische Flugaufsichtsbehörde Belgocontrol.

08:52 Uhr: Erste Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen eine völlig zerstörte Flughafen-Fassade und in Panik flüchtende Menschen.

08:47 Uhr: Nach nicht bestätigten Berichten belgischer Medien soll es mehrere Tote und viele Verletzte gegeben haben. Die belgische Nachrichtenagentur Belga spricht von einem Toten, der belgische Rundfunk von elf.

Mehrere Explosionen Flughafen Brüssel-Zaventem

08:38 Uhr: Der Flughafenbetreiber bestätigte, dass sich gegen 08:00 Uhr zwei Explosionen ereignet haben. "Kommen Sie nicht zum Flughafen - der Flughafen wird evakuiert." Die Zufahrtswege zum Flughafen in der Gemeinde Zaventem im Norden Brüssel wurden gesperrt, um den Weg für Rettungskräfte frei zu machen. Züge in Richtung des Flughafens wurden gestoppt. Ein Notfallplan wurde aktiviert.

08:35 Uhr: Am Brüsseler Flughafen Zaventem ist es am Dienstagmorgen zu zwei Explosionen gekommen.

Sie sollen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga in der Abflughalle ereignet haben.

Mit Material von dpa und AFP