Nach den Terroranschlägen in Brüssel gibt es neue Informationen: Einer der Selbstmordattentäter von Flughafen Brüssel der Brüsseler Anschläge ist als Ibrahim El Bakraoui identifiziert worden. Ein Mann aus dem Flughafen sei noch flüchtig, der andere noch nicht identifiziert. Sein Bruder, Khalid El Bakraoui haben den Anschlag in der Metro verübt. Alle Informationen im Überblick.

Brüder Khalid Bakraoui und Ibrahim El Bakraoui (l) und Najim Laachraoui am Flughafen Brüssel.

Ibrahim El Bakraoui sei der Mann in der Mitte des Fahndungsfotos vom Flughafen, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

Van Leeuw sagte weiter, der Mann auf der linken Seite des Fahndungsfotos vom Flughafen sei bisher nicht identifiziert. Ein dritter Mann, der eine weiße Jacke trug, sei flüchtig.

Mason Wells war am Brüsseler Flughafen, als dort zwei Bomben explodierten, er wurde schwer verletzt. Für den US-Amerikaner ist es bereits der zweite Terroranschlag, den er überlebte.

Ermittler hätten zudem einen Computer mit dem Testament des mutmaßlichen Flughafen-Attentäters Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden.

In Schaerbeek hatte es am Dienstagabend Razzien nach den Anschlägen gegeben. Van Leeuw sagte, Ibrahim El Bakraoui habe in dem sogenannten Testament angegeben, er wisse nicht mehr, was er tun solle. Er werde gesucht.

Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui. Er ist der Bruder des Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

Bei den Anschlägen in Brüssel sind nach bisherigen Erkenntnissen 31 Menschen ums Lebens gekommen und 270 verletzt worden.

Das sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel. Der Generaldirektor des nationalen Krisenzentrums, Alain Lefèvre, ergänzte, es gebe noch keine endgültige Bilanz zu den Opfern der Attentate vom Dienstag.

Auch mehrere Deutsche sind verletzt worden. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den bei dem Terroranschlag verletzten Personen auch deutsche Staatsangehörige sind, darunter mindestens eine schwer verletzte Person", teilte das Auswärtige Amt mit.

Man schloss am Mittwoch auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden.

Es werde noch einige Zeit dauern, bis hinreichend belastbare Informationen darüber vorliegen, ob und gegebenenfalls wie viele Deutsche unter den Todesopfern sind.

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