Mindestens 22 Menschen sterben bei Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste. Hinter der Tat werden Extremisten einer Splittergruppe der Al-Kaida vermutet. Traf das Attentat auch Deutsche?

Unter den Todesopfern des Anschlags in der westafrikanischen Elfenbeinküste ist auch ein Deutscher. Innenminister Hamed Bakayoko sagte am Sonntagabend, es gebe vier westliche Tote, darunter ein Franzose und ein Deutscher.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte dies auf Nachfrage zunächst nicht. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung, ob auch deutsche Staatsbürger von dem Terrorangriff betroffen sind", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

Schwerbewaffnete und vermummte Angreifer hatten am Sonntag zunächst das Feuer auf Badegäste am beliebten Strand von Grand Bassam eröffnet und dann drei angrenzende Hotels angegriffen, wie die ivorischen Behörden mitteilten.

Insgesamt seien vier Weiße bei dem Attentat mit mindestens 22 Toten ums Leben gekommen. Ein Franzose sei getötet worden, erklärte das Außenministerium in Paris. Zudem seien 22 Menschen verletzt worden, hieß es bei der Nachrichtenagentur AIP. Andere Medien sprechen von 16 Toten.

Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden.

Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi), ein Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Dies teilte das auf die Überwachung von islamistischen Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen Site in Washington mit. (far/AFP/ dpa)