Nach der Warnung vor Selbstmordanschlägen von Anhängern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wirkt der Münchner Hauptbahnhof wie aus einer Geisterstadt.

Der Hauptbahnhof und der Bahnhof Pasing werden abgeriegelt, Züge fahren die Stationen nicht mehr an.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (r., CSU) und der Polizeipräsident Hubertus Andrä geben noch in der Nacht eine Pressekonferenz.
Es habe konkrete Hinweise auf geplante Selbstmordanschläge um Mitternacht gegeben.
Einsatzkräfte in Kampfmontur sichern die Gebäude mit schweren Waffen.
Rund 550 Polizisten sind die Nacht über im Einsatz.
Laut Polizeipräsident Hubertus Andrä sind die Sperrmaßnahmen "unbedingt nötig".
Ein Großaufgebot der Polizei bewacht auch den Bahnhof Pasing.
Der Zugang zum Gebäude wird abgeriegelt.
Auch die Zugänge zur U-Bahn bleiben für mehrere Stunden gesperrt.
Es soll Hinweise auf fünf bis sieben Attentäter gegeben haben, die in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat" stehen.
Die erste konkrete Warnung kam laut Bayerischem Rundfunk vom französischen Geheimdienst.
Seit 4:00 Uhr früh sind die Bahnhöfe wieder freigegeben. Noch immer herrscht in München jedoch erhöhte Terrorgefahr. "Entwarnung können wir noch keine geben", sagt ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.
Auch am Freitag patrouillieren Polizisten im Münchner Hauptbahnhof.