Lutz Bachmann findet auch an einer Terrorwarnung in einer deutschen Großstadt noch etwas Gutes: Der Chef des Anti-Islam-Bündnisses Pegida meldet sich via Twitter zu Wort und zieht Parallelen zwischen der Terrormiliz "Islamischer Staat" und Flüchtlingen.

Pegida-Chef Lutz Bachmann hat den Terroralarm in München für Pöbeleien genutzt: Er stänkerte via Twitter gegen Flüchtlingshelfer.

Am Silvesterabend um 22:40 Uhr hatte die Münchner Polizei vor einem möglichen Terroranschlag am Hauptbahnhof und in Pasing gewarnt. Mehr als 30.000-mal wurde die Mitteilung auf Facebook und Twitter geteilt.

Grund genug für Bachmann, die Warnung für seine eigenen Zwecke zu nutzen: "Alle #WelcomeKlatscher haben sich umgehend am Hauptbahnhof München einzufinden! #RefugISISnotWelcome", schrieb er auf Twitter.

Das Echo ließ nicht lang auf sich warten: Mehrere Nutzer empfahlen Bachmann, doch am besten selbst zum Münchner Hauptbahnhof zu fahren - woraufhin sich ein Schlagabtausch inklusive gegenseitiger Beleidigungen entspann.

In einem weiteren Tweet zog Bachmann erneut Parallelen zwischen der Terrorwarnung und Flüchtlingen: "Ich verstehe die Aufregung nicht. Ihr Klatschpappen wolltet die RefugISIS in Europa! Warum macht Ihr jetzt ins Hemd und seid ni am HBF-M?". (ank)

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Terroralarm in München: Der Einsatz in Bildern

Nach der Warnung vor Selbstmordanschlägen von Anhängern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wirkt der Münchner Hauptbahnhof wie aus einer Geisterstadt.