Späte Reue: Gut vier Monate nach der Absage eines Fußball-Länderspiels in Hannover hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärt, warum er mit Informationen zu den Hintergründen damals so zurückhaltend war.

Innenminister greift gegen "Weisse Wölfe Terrorcrew" durch.

Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz habe er nicht ausschließen können, dass ein Angriff auf den Hannoveraner Hauptbahnhof bevorstand, sagte der CDU-Politiker im Interview der ARD-Sendung "Beckmann".

"Der angekündigte Terroranschlag sollte in zwei Phasen stattfinden. Ein Anschlag im Stadion und einige Stunden später im Hauptbahnhof."

Satz verunsichert eher - statt zu beruhigen

Die Aussage "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" hatte de Maizière damals viel Kritik eingebracht. Er wollte aber "nicht offenbaren, dass eine denkbare Gefahr am Hauptbahnhof ist", wie er jetzt schilderte.

Damals seien noch Zehntausende Menschen in Hannover unterwegs gewesen. "Der Satz ist sozusagen der Sache nach richtig gewesen. Wenn man ihn aber alleine liest, hat er natürlich eher zur Verunsicherung als zur Beruhigung beigetragen. Das muss ich eingestehen."© dpa