Neu Delhi (dpa) - Bei einem Angriff auf eine Luftwaffenbasis im nordindischen Punjab sind vier Bewaffnete und zwei Angehörige der Luftwaffe getötet worden. Bei dem Überfall in der Nähe der pakistanischen Grenze seien zudem fünf Angehörige der Luftwaffe verletzt worden, teilten Indiens Streitkräfte mit.

Die Attacke kam nur wenige Tage nach einem Besuch von Indiens Regierungschef Narendra Modi in Pakistan, bei dem es darum ging, Friedensgespräche zwischen den beiden Nuklearmächten wiederzubeleben.

Bei den Angreifern soll es sich um Angehörige der von Pakistan aus operierenden militanten Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed gehandelt haben. Wie die indischen Streitkräfte mitteilten, attackierte eine Gruppe mutmaßlicher Extremisten die Basis am Samstag in den frühen Morgenstunden. Ziel der Attacke sei offenbar die Zerstörung von Kampfflugzeugen und Hubschraubern gewesen. Das hätten die Angreifer aber nicht geschafft. Nicht klar sei, wie viele Angreifer es waren.

Nach dem Ende des Schusswechsels durchkämmten Soldaten die Basis auf der Suche nach Terroristen, wie der indische Nachrichtensender NDTV berichtete. Später meldete der Sender erneute Schusswechsel, Hubschrauber flogen über das weitläufige Gelände. Die Basis im Distrikt Pathankot liegt etwa 50 Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt. Pathankot liegt auch nahe dem indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir, in dem muslimische Aufständische gegen die Regierung in Neu Delhi kämpfen.

Indiens Innenminister Rajnath Singh betonte, Delhi wolle Frieden in der Region, würde aber nicht zögern, auf Angriffe zu reagieren. Das pakistanische Außenministerium verurteilte in einer Mitteilung die Attacke.© dpa