Bei den Explosionen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta handelt es sich nach den Worten von Präsident Joko Widodo um Terroranschläge. Mehrere Menschen sind dabei gestorben. Deutsche sind nicht unter den Opfern.

Bei mehreren Explosionen und einer Schießerei mit der Polizei sind in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Der Sprecher der Stadtverwaltung, Mohammad Iqbal, sprach von mindestens sieben Toten, darunter vier Attentäter. Weitere Personen wurden schwer verletzt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Polizei sprach von vier Attentätern, der Minister für Sicherheitsfragen von fünf. Wer hinter den Anschlägen steckt, ist bislang unklar.

Explosionen und Schüsse mitten im Zentrum

Präsident Joko Widodo rief zur Ruhe auf. "Wir werden uns nicht von diesen Terroranschlägen in die Knie zwingen lassen", sagte er im Fernsehen.

Um 10:30 Uhr Ortszeit (04:30 Uhr MEZ) waren mitten im Zentrum mehrere Explosionen und anschließend Schüsse zu hören. In der Gegend gibt es zahlreiche Bürohochhäuser und Hotels. Die deutsche Botschaft ist nur einen Kilometer entfernt

Im Istanbuler Altstadtviertel hat es am Dienstagmorgen eine Explosion gegeben. Dabei sind zehn deutsche Touristen getötet worden, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Ein Terroranschlag wird vermutet. Was zum aktuellen Zeitpunkt bekannt ist und was nicht.

Mehrere TV-Sender berichteten von mehreren Angreifern, die sich einen Schusswechsel mit der Polizei lieferten. Die Angreifer sollen eine Granate auf einen Polizeiposten geschleudert haben. Eine weitere Detonation soll direkt vor oder in einem Café passiert sein.

Niederländer bei Anschlag schwer verletzt

Ein Augenzeuge nahm eine der Detonationen von einem nahe gelegenen Wolkenkratzer auf Video auf. Darauf waren riesige Rauchwolken zu sehen.

Bei dem Anschlag ist ein niederländischer UN-Mitarbeiter schwer verletzt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Außenministeriums in Den Haag.

Der niederländische Radiosender NOS hatte zunächst berichtet, dass der Mann getötet worden sei. Das Außenministerium rief Niederländer in Jakarta auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.

Nach ersten Erkenntnissen der deutschen Botschaft sind keine Deutschen zu Schaden gekommen. Dies teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. Das Außenministerium riet, den Innenstadtbereich Jakartas vorerst zu meiden.

Polizei beendet Anti-Terror-Einsatz

Die schwer bewaffnete Anti-Terror-Polizei hat ihren Einsatz mittlerweile beendet. Das teilte die Polizei am Donnerstag nach stundenlanger Krisenlage mit. Gerüchte, dass sich Attentäter in Gebäuden verschanzten und womöglich Geiseln festhielten, bestätigten sich nicht.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamische Land der Welt. Rund 90 Prozent der 250 Millionen Einwohner sind Muslime.

Muslimische Extremisten verübten nach der Jahrhundertwende mehrere blutige Anschläge, aber die Polizei hat die Terrorzellen inzwischen weitgehend neutralisiert. (cai/dpa)