Arnsberg (dpa) - Unbekannte haben auf ein Büro der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland in Arnsberg geschossen. Unklar war zunächst, ob die Tat mit einer Schusswaffe oder mit einer Stahlkugelschleuder verübt wurde.

Am Mittwoch waren drei Löcher in der Scheibe des im Stadtzentrum gelegenen Büros der AfD-Ratsfraktion bemerkt worden. Zwei Geschosse durchschlugen die Schaufensterscheibe des ehemaligen Ladenlokals, das von den Lokalpolitikern für Versammlungen genutzt wird. Verletzt wurde niemand.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen in der Sauerland-Stadt übernommen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben, ob und welche Projektile gefunden wurden.

Im Januar war in Karlsruhe ein 36-Jähriger beim Aufstellen von Wahlplakaten für die AfD von einem Unbekannten beschossen worden. Nach Darstellung des AfD-Kreisverbands hatte Mann den 36-Jährigen zunächst aufgefordert, zu verschwinden. Der Plakatierer setzte sich laut Polizei daraufhin in seinen Lieferwagen, um loszufahren. Der Unbekannte zog jedoch eine Pistole aus einer Tasche und schoss von außen durch das geschlossene Beifahrerfenster, verfehlte den Fahrer aber.© dpa