Kanzlerin Angela Merkel hat nach den Erfolgen der AfD bei den Landtagswahlen am Sonntag eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der rechtspopulistischen Partei angekündigt.

"Alle waren sich einig (...), dass man sich argumentativ mit der AfD auseinandersetzen muss", sagte die CDU-Chefin am Montag in Berlin nach Sitzungen der Parteigremien gemeinsam mit den Spitzenkandidaten bei den Landtagswahlen.

CDU-Kandidatin äußert sich nach Wahl-Desaster in Rheinland-Pfalz.

Bei den Stimmen für die AfD habe es sich um Protest gehandelt "im Blick auf die ungelöste Frage der vielen Flüchtlinge, auch Ängsten in Bezug auf die Integration". Es sei zudem um die Sorge vor dem Islam und die Frage der Inneren Sicherheit gegangen.

Merkel: "Schwerer Tag für die CDU"

Merkel sagte: "Trotz Licht und Schatten muss man sagen, dass gestern ein schwerer Tag für die CDU war."

Die Tatsache, dass das Flüchtlingsthema in den Augen der Menschen "noch keiner abschließenden und zufriedenstellenden Lösung zugeführt ist", habe die Wahlen sehr stark bestimmt.

Es sei in den CDU-Gremien nicht in Frage gestellt worden, dass eine europäische Lösung nötig sei und dass dies Zeit brauche. Die CDU-Vorsitzende räumte ein, die Differenzen zwischen CDU und CSU in dieser Frage "sind für die Wähler der Union immer auch schwer auszuhalten".© dpa

Die CDU hat bei den Landtagswahlen 2016 in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz teils erhebliche Niederlagen hinnehmen müssen. Haben die Wähler damit Angela Merkels Asylpolitik abgestraft? Stimmen Sie ab.