Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry ist zu einem Interview im ZDF-"Morgenmagazin" am Montag nicht erschienen.

Der Leiter der Sendung, Thomas Fuhrmann, sagte: "Wir hatten von Frau Petry eine feste Zusage für ein Live-Interview kurz nach 8:30 Uhr bei uns der Sendung. Leider ist sie nicht erschienen. Erst als die Sendung vorbei war, hat sich ihr Pressesprecher telefonisch gemeldet und sich entschuldigt." Das Morgenmagazin habe Petry nun für Dienstag erneut eingeladen.

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"Sie hat nicht verschlafen, sondern den Termin in ihrem Kalender übersehen", erklärte AfD-Pressesprecher Christian Lüth. Frauke Petry sei Frühaufsteherin.

Die Alternative für Deutschland war vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern in zahlreichen Talkshows präsent gewesen.

Trotzdem fühlt sich die rechte Partei von den Medien insgesamt schlecht behandelt. Bei AfD-Kundgebungen wird immer wieder der Slogan "Lügenpresse" skandiert, der auch bei "Pegida"-Demonstrationen zu hören ist.© dpa

Nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sieht sich die rechtspopulistische AfD als "gesamtdeutsche Partei". Die Wahlergebnisse zeigten, dass "Bürger in allen Regionen Deutschlands einen Politikwechsel wollen", sagte AfD-Chefin Frauke Petry am Montag im Deutschlandfunk. Die Partei wolle nun "in den Landtagen als Oppositionskraft arbeiten" und "irgendwann regierungsfähig werden". "Aber dafür ist es aktuell noch zu früh", sagte Petry.