Weniger als einen Monat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schließt die AfD nach einer neuen Umfrage zur mitregierenden SPD nahezu auf. Bundesweit verliert die AfD jedoch.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) käme nach der Untersuchung von Infratest dimap für den Mitteldeutschen Rundfunk derzeit auf 17 Prozent, die SPD auf 18 Prozent.

Mitte Januar hatte das ZDF-"Politbarometer" die AfD noch bei 15 Prozent gesehen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle im Landtag vertretenen Parteien bereits ausgeschlossen.

Nach der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage würde die CDU bei einer bereits am diesem Sonntag stattfindenden Landtagswahl mit 32 Prozent wieder stärkste Partei werden.

Die Linkspartei würde mit 20 Prozent folgen. Die Grünen kämen auf fünf Prozent, die FDP wäre mit vier Prozent nicht im Landtag vertreten.

Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition ab. Für Rot-Rot-Grün würde es nicht reichen.

Der neue Landtag wird am 13. März gewählt. Die Briefwahl ist bereits angelaufen.

Bundesweiter Abwärtstrend der Union setzt sich fort

Die EU ist in der Flüchtlingsfrage gespalten.

Bundesweit setzt sich der Abwärtstrend der Union derweil fort. Laut dem Stern-RTL-Wahltrend (Forsa) haben CDU/CSU einen Prozentpunkt verloren (35 Prozent). Auch die SPD rutschte laut der Studie um einen Punkt auf 23 Prozent ab.

Die Grünen liegen demnach bei 11 Prozent, die Linken bei 10. Auch die AfD verlor laut Forsa-Studie einen Punkt und steht nun bei 9 Prozent.

Rechnerisch und politisch möglich wäre mit diesem Ergebnis nur die Fortsetzung der Großen Koalition. Weder für eine schwarz-gelbe, noch für eine schwarz-grüne Bundesregierung gäbe es eine Mehrheit.

Als Kanzlerin würden Deutschlands Wähler der Forsa-Umfrage zufolge zu 45 Prozent wieder für Angela Merkel stimmen. Noch vor einem Jahr hätten noch 61 Prozent für Merkel votiert. (dpa/bp)© dpa