Ein 78-Jähriger schlägt einem schwarzen Demonstranten während einer Trump-Wahlparty ins Gesicht und sagt, beim nächsten Mal "werden wir ihn wohl umbringen müssen". Nun wird der Mann angeklagt.

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Bei einer Wahlkampfveranstaltung des Republikaners Donald Trump hat einer seiner Anhänger einen schwarzen Demonstranten niedergeschlagen. Wie die Polizei in North Carolina sagte, wurde der 78-Jährige unter anderem wegen Körperverletzung angeklagt. Er hatte dem 26-jährigen Rakeem Jones am Mittwochabend in Fayetteville mitten ins Gesicht geschlagen und gesagt, beim nächsten Mal "werden wir ihn wohl umbringen müssen".

Der Täter wurde erst am Donnerstag festgenommen, nachdem sich Videos des Vorfalls im Internet verbreitet hatten. Laut dem Fernsehsender CNN ist der 78-Jährige nach Zahlung einer Kaution von 2500 Dollar zunächst wieder frei, er muss demnach am 6. April vor Gericht erscheinen. Der Mann hatte direkt nach dem Vorfall in einem Interview mit "Inside Edition" gesagt, der 26-Jährige habe den Angriff verdient. "Wir wissen nicht, wer er ist. Er könnte Mitglied einer Terrororganisation sein."

Das Opfer sagte der "Washington Post", der Schlag habe ihn völlig unvorbereitet getroffen. Er sei gemeinsam mit vier Freunden als Teil eines "sozialen Experiments" zu der Veranstaltung gegangen, sagte Jones. Neben ihm seien auch ein Muslim und ein homosexueller Mann dabei gewesen. Als die Gruppe von der Polizei abgeführt wurde, schlug der 78-Jährige Jones mit voller Wucht ins Gesicht.

Trump ist derzeit Favorit im Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftsbewerbung. Er sorgt immer wieder mit rassistischen und islamfeindlichen Aussagen für Empörung. Über den Zwischenfall in North Carolina sagte eine seiner Sprecherinnen nun der "New York Times", solche Vorfälle seien zwar unglücklich, man habe aber keine Kontrolle über das Verhalten der Unterstützer. "Wir raten von jeglichem physischen Kontakt mit Protestierern ab."

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Trump selbst hatte nach Angaben der Zeitung auf derselben Veranstaltung gesagt, er würde die "guten, alten Zeiten" vermissen, als jemand, der sich aufgespielt habe, auf einer Trage rausgetragen worden wäre.© SPIEGEL ONLINE