Wer sich im Winter nach Stockholm traut, den erwarten dort so einige tolle Sachen: riesige Eisschollen auf dem Mälarensee, Schnee in der Altstadt Gamla Stan und eine Schlittschuhbahn im Kunsträdgården. Kurz: Ees ist eine einmalige Gelegenheit, die schwedische Hauptstadt in echter Wintermärchenstimmung zu erleben.

Sie berichtet offen und ehrlich über ihre Erfahrungen auf Reisen.

Allerdings gibt es auch so einige Nachteile für Touristen, die Stockholm im Winter erkunden wollen: es wird spät hell und früh wieder dunkel, so einige Museen schließen eher, andere Attraktionen sind erst gar nicht offen und von der klirrenden Kälte wollen wir mal lieber gar nicht erst anfangen. ;-)

Was macht man also als Tourist im Winter in Stockholm, wenn der Tag so früh zu Ende ist? Mein heutiger Tipp ist ein wirklich tolles Erlebnis – aber absolut nichts für Frostbeulen: ein Besuch in der Stockholm Ice Bar.

Wir haben uns von der Kälte nicht abschrecken lassen und haben uns in die Ice Bar gewagt. Direkt am Eingang erhielten wir zunächst unsere "Anti-Frost-Ausstattung": einen dicken Umhang samt Fellkapuze und Handschuhen. Diese haben wir übrigens natürlich ÜBER die Klamotten gezogen, die wir im winterlichen Stockholm sowieso an hatten.

So warm eingekuschelt durften wir dann die Bar betreten und was uns erwartete, war eine eisige neue Welt. Nachdem wir die frostige blau leuchtende Atmosphäre in uns aufgenommen hatten, haben wir natürlich erstmal zielstrebig die Bar angesteuert. Im – ziemlich deftigen – Eintrittspreis für die Bar ist nämlich ein Gratisgetränk enthalten. Dieses wird in einem äußert dickwandigen Eisglas serviert, was mit den Fausthandschuhen gar nicht so leicht zu halten war. Mit dem Drink in der Hand haben wir dann den recht kleinen Raum der Bar erkundet. Hier passen übrigens maximal 60 Gäste rein, weshalb es in der Hochsaison günstig ist, vorher online zu reservieren.

Fasziniert haben mich in der Ice Bar vor allem die vielen Kunstwerke, die wir in den Wänden entdecken konnten. Einfach unglaublich, was alles aus Eis entstehen kann. Unvorstellbar, wie solch detaillierte Bilder ins Eis gehauen werden konnten. Die Eisblöcke stammen übrigens aus dem weltberühmten Icehotel im schwedischen Lappland und wurden extra für die Icebar nach Stockholm transportiert. Das Design der Bar wird regelmäßig verändert und erneuert, da das Eis trotz vieler Technik nicht ewig hält.

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Impressionen aus der Ice Bar

Wer sich im Winter nach Stockholm traut, den erwarten dort so einige tolle Sachen: riesige Eisschollen auf dem Mälarensee, Schnee in der Altstadt Gamla Stan und eine Schlittschuhbahn im Kunsträdgården.

Die Stockholm Ice Bar wurde 2002 eröffnet und war weltweit die erste permanente Bar, die komplett aus Eis bestand. Und mit komplett meine ich tatsächlich komplett. Die Wände, die Stühle, die Theke, selbst die Gläser – alles ist aus Eis – bis auf die Drinks natürlich! In der Bar herrschen konstant klirrende -5 °C. Wem also schon beim winterlichen Spaziergang durch die Stadt die Füße abgefroren sind, der sollte dieses touristische Highlight vielleicht doch lieber meiden. ;-)

Die Stockholm Ice Bar befindet sich im Nordic Sea Hotel, direkt neben dem Hauptbahnhof. Auch wenn der Eintrittspreis knackig ist – für mich gehört die Ice Bar definitiv auf die Liste der Dinge, die man einfach mal gesehen haben muss.

Karina Wendt nutzt neben ihrem Vollzeitjob jede freie Minute, um zu reisen und unbekannte Ecken der Welt zu erforschen. Auf diesen Touren probiert sie gern neue Sachen aus. In ihrem Blog berichtet sie offen und ehrlich über ihre Erfahrungen auf Reisen.