Während die Weihnachtstage glanzvoll erstrahlten, zeigt sich der heimische Winter oft grau und nicht immer farbenfroh. Zeit die Koffer zu packen und hinaus zu gehen, um die Welt zu entdecken. Warum nicht einmal Bangkoks Glanzpunkte erkunden?

Ein abwechslungsreicher Ort für einen kurzen oder auch längeren Stopover auf der Reise durch Südostasien. Wer auf seiner Sightseeing-Tour zu den Highlights der Stadt Fahrten durch die oft verstopften Straßen der Stadt vermeiden möchte und Wasser nicht scheut, bettet sein Haupt am besten in einem Hotel oder Hostel nahe am Fluss.

Das Bangkoker System der Linienboote auf dem Chao Phraya funktioniert bestens, schont die Reisekasse und einzigartige Ausblicke auf das Leben am Fluss gibt es gratis dazu. Überall am Ufer befinden sich Haltestellen zum Ein- und Aussteigen. Willkommen an Bord. Doch Vorsicht in der ersten Reihe, denn manch Bugwelle eines entgegenkommenden Schiffes sorgt für eine ungewollte Erfrischung und nasse Kleidung.

Nächster Halt: Königspalast – Grand Palace

Beim Besuch dieses kulturellen Bangkoker Highlights mit dem prachtvollen Palasttempels Wat Phra Kaeo muss auf angemessene Garderobe wie lange Hose, langer Rock und langes Oberteil geachtet werden. Wer nicht daran gedacht hat, kann sich am Eingang zu den königlichen Tempeln entsprechend schickliche Kleidung leihen.

Das königliche Palastviertel Wat Pra Kaeo ist wirklich beeindruckend. Beim Besuch muss jedoch angemessene Kleidung getragen werden.

Auf dem über zwei Quadratkilometer großen Areal wachen hünenhafte Dämonentorwächter mit grimmiger Miene, vor dem königlichen Pantheon zeigen sich goldene Wesen, halb Mensch, halb Tier und an andere Stelle trifft man den auf einem Sockel sitzenden Einsiedler. Im Zentrum dieser beeindruckenden Anlage steht der Tempel des Smaragdbuddhas, einer der wichtigsten und bedeutendsten Glaubensstätten des Thai-Volkes.

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Das hat Bangkok zu bieten

Warum nicht einmal Bangkoks Glanzpunkte erkunden?

Die dort untergebrachte rund 66 cm hohe sitzende Buddhafigur wurde aus einem einzigen Stück grüner Jade gehauen. Diese heilige Stätte, wo das ganze Jahr über königliche Zeremonien begangen werden, nutzen Menschen aus aller Welt, um an buddhistischen Feiertagen Predigten zu hören oder auch um in der friedvollen Stimmung zu meditieren.

Der liegende Buddha

Eine ähnlich ehrfurchtsvolle und tief beruhigende Atmosphäre strahlt die über 40 Meter lange und rund 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue im königlichen Tempel Wat Pho aus. Trotz des Trubels an diesem Ort, sollte man zur Ruhe kommen, die Einzigartigkeit dieses Fleckchens Erde genießen und auch einen Blick auf die üppigen, feingestalteten und bunten Wandmalereien mit religiösen Szenen werfen.

In diesem Kloster solle man sich ein Vorbild an der vergoldeten Buddhafigur nehmen und zur Ruhe kommen.

Apropos werfen. In der Halle des ruhenden Buddhas sind 108 metallene Almosenschalen aufgestellt, hinweisend auf die 108 in die Fußsohlen der mächtigen Buddhafigur eingearbeiteten Perlmuttsymbole. Das Hineinwerfen von Geldmünzen in jede einzelne Schale verspricht Glück und Segen und erfüllt den Raum mit einem ganz besonderen Klang.

Nach Stunden des Staunens über so wunderbar kunstvoll gestaltete Bauwerke und Tempel aus vergangener Zeit, spült der Chao Phraya und die über das schmutzige Wasser lärmenden Speedboote uns wieder in die Gegenwart. Das Bangkok von heute hat uns wieder.

Shopping in Bangkok

Zeit zum Shoppen, denn Bangkok ist die Metropole der Einkaufs-Malls und Märkte. Schnäppchenjäger nehmen das Boot zum Wang Lang Pier und erstehen auf dem gleichnamigen Markt im Stadtteil Thonburi manch günstiges Kleidungstück. Zahlreiche Essenstände stillen den Hunger zwischendurch. Ebenfalls am Fluss erstreckt sich der erst im Frühjahr 2012 eröffnete, 12 Hektar große Themenpark "Asiatique – The Riverfront".

Mehrere 100 Geschäfte, Dutzende Restaurants und allabendliche Events sorgen für ein lockeres Shoppingerlebnis am Wasser. Bevor die neuen modischen Errungenschaften jedoch wieder im Koffer verschwinden und die Reise nach Laos ansteht, trinken wir zum Abschied noch einen Cocktail in einer ganz besonderen Bar, rund 230 Meter hoch über den Dächern der nie schlafenden Stadt. Der Ausblick über das nächtliche Lichtermeer der Stadt ist atemberaubend. Der Wind erfrischend. Wir stehen in der Sky-Bar, eine der wohl weltweit höchsten Freiluftbars und genießen die für Bangkoks Verhältnisse nicht ganz billigen Cocktails. Die Bar gehört zum Lebua-Hotel, welches als Kulisse für den Erfolgsfilm "Hangover 2" diente.

Wer hier oben einen Mai-Tai schlürfen möchte, sollte auf keinen Fall Flip-Flops tragen, denn dann endet der geplante Abend schon am Hotel-Aufzug, wo aufmerksame Angestellte nicht nur die Füße der Gäste kritisch in Augenschein nehmen.

Thilo Scheu liebt das Reisen, die Menschen und ihre Geschichten. Seit seiner Jugend ist der heutige Reisejournalist und Buchautor in der Welt unterwegs, sucht das Besondere oder einfach nur einen magischen Moment. Sein Zuhause ist jedoch das Rheinland.

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