Lust auf Urlaub wie in einer Postkarte? Dann reisen Sie auf die Seychellen. Hier gibt es Strände, die man sonst nur in der Raffaello-Werbung sieht.

Der Indische Ozean hat Temperament. Kraftvoll schleudert er den Badegästen seine Wellen entgegen. Gefährlich ist das nicht, denn das Wasser am Beau Vallon Beach ist bis weit ins Meer hinein so flach, dass man sich bequem auf den Hosenboden setzen kann. Die Wellen sind es, die dem Strand im Nordwesten der Hauptinsel Mahe erst richtig lebendig machen. Ansonsten geht es hier sehr ruhig zu. Ruhe ist wichtig. Denn wer Urlaub auf den Seychellen macht und am Strand liegt, will vor allem eines tun: nichts.

Wo auch im Winter Sommer ist

Der Strandabschnitt ist eine drei Kilometer lange Kurve mit Puderzuckersand, grünen Palmen und weichem, warmen Wasser. Das Schöne daran ist: Es sieht auch im Winter aus wie im Sommer. An den Strand grenzen einige Hotelanlagen an, aber die Zahl der Urlauber ist überschaubar. Einige Einheimische spielen Frisbee, ab und zu zieht ein Motorboot einen Wassersportler am Parasailing-Schirm in die Höhe.

Sogar die Strandverkäufer sind entspannt: Sie bieten Kokosnüsse an und haben kein Problem damit, wenn man keine mag (wobei es sich lohnt). Die einzige Arbeit, um die man nicht herumkommt, ist das Eincremen. Am besten mit Sonnenschutzfaktor 50, denn die Sonne brennt gnadenlos. Im Durchschnitt 6,9 Stunden am Tag.

Die 115 Inseln der Seychellen gehören eben nicht nur topografisch zu Afrika, sondern auch klimatisch. Die Luftfeuchtigkeit liegt das ganze Jahr über bei rund 80 Prozent. Zum Glück weht ständig ein angenehmer Wind.

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Ein Traumstrand auf den Seychellen

Der Beau Vallon Beach besticht durch weißen Sand und klares Wasser.

Wo Kate und William flitterten

Am Horizont zeichnen sich die Umrisse von zwei Inseln ab. Silhouette Island und die kleinere Insel North Island. Kate und William aus dem englischen Königshaus haben 2011 ihre Flitterwochen hier verbracht. Ebenfalls Berühmtheit erlangte die Insel La Digue. Am Strand von Anse Source d'Argent wurden Werbespots für Barcardi und Raffaello gedreht. "Come on over, have some fun" und so weiter. Auf den Seychellen hat man ihn tatsächlich. In aller Ruhe versteht sich.

Tipps für die Seychellen

Einreise: Benötigt wird ein Reisepass (ein Personalausweis reicht nicht aus), ein Rückflugticket und "ausreichende finanzielle Mittel" für den Aufenthalt. Bei einer Pauschalreise genügt es, das Hotel anzugeben. Urlauber bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. Ein Visum muss man nicht vorab beantragen.

Pflichtimpfungen: nicht notwendig.

Kleidung: Warme Kleidung für kalte Abende? Kann man zuhause lassen, denn kalte Abende gibt es nicht.

Stromspannung: Man benötigt einen Adapter, es gibt Steckdosen britischer Norm.

Zeitverschiebung: Die Seychellen sind Deutschland drei Stunden voraus.

Inselhopping: Wer sich die Inseln Mahe, Praslin und La Digue ansehen möchte, kann wählen zwischen den schnellen Cat-Cocos-Fährbooten, der günstigeren Fähre und Propellerflugzeugen. Bird Island erreicht man mit dem Propellerflugzeug. Buchung: ein paar Tage im Voraus im lokalen Reise- oder Hafenbüro.

Hai-Angriffe: Sind sehr selten. Ich wurde einmal vor Baby Sharks gewarnt. Nach Angaben des Auswärtigen Amts kam es in den letzten Jahren vor der Insel Praslin zu Angriffen.

Geld/Währung: 1 Euro entspricht 13,86 Seychellen-Rupien. Geldautomaten zahlen nur Rupien aus. An vielen Stellen kann man mit Euros bezahlen. Mit Kreditkarten sowieso.

Verkehr: Die wenigen Straßen sind in einem ordentlichen Zustand. Es herrscht Linksverkehr. Die Busverbindungen sind gut, die Fahrpreise sehr günstig. Vorsicht: Es gibt keine Straßenbeleuchtung.

Internet und Fernsehen: In guten Hotels gibt es WLAN und internationales Fernsehen – mit etwas Glück sollte auch ein deutscher Sender darunter sein.

Philipp Barth sucht auf seinen Reisen das Besondere und Außergewöhnliche. Auf seinem Reiseblog "WowPlaces" berichtet er über Orte und Events mit Wow-Effekt. Dabei gibt er hilfreiche Tipps, die den Urlaub noch schöner machen.

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