Konstanz (dpa/lsw) - Auf der Blumeninsel Mainau dreht sich diese Saison alles um Ordensritter, barocke Bräuche und das Leben vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Acht historische Figuren führen die Besucher in ihren jeweiligen Alltag im Barock ein, erklärte Bettina Gräfin Bernadotte.

So kann man sich von einer Köchin, einem Baumeister, einer Magd oder einem Tagelöhner das Leben zu Barock-Zeiten erläutern lassen. Die Erzählungen kombinierten Weltgeschichte mit Episoden aus der Historie der Insel. Zudem würden Handwerksberufe aus der Zeit des Deutschordens vorgestellt, dem die Insel 534 Jahre gehörte.

Doch zunächst startet die Mainau traditionell mit der Orchideenschau ins Blumenjahr. Eine Besonderheit seien diesmal die Vanda-Orchideen, sagte der Gartendirektor Markus Zeiler. Die Blumenart komme aus dem tropischen Asien und sitze im Regenwald auf den Bäumen. "Am liebsten hängen sie in der Luft." Auf der Mainau haben die Gärtner einen riesigen, opulenten Kronleuchter mit der Orchideenart geschmückt.

Bettina Gräfin Bernadotte rechnet auch für 2016 mit über einer Millionen Besuchern auf der Insel Mainau. Das Blumenjahr startet traditionell mit der Orchideenschau.

Im Park der Mainau beginnt die Saison mit Frühlingsblumen: Über eine Million Tulpen, Krokusse, Narzissen und Hyazinthen seien gepflanzt worden, sagte Zeiler. Im Frühsommer folgen unter anderem Rhododendren und Azaleen. Ab Juni beginnt die Rosenblüte.

2015 besuchten rund 1,21 Millionen Besucher die Blumeninsel am Bodensee. Für 2016 rechne sie mit einer ähnlichen Zahl, sagte Bettina Gräfin Bernadotte. Die 45 Hektar große Blumeninsel ist die größte Touristenattraktion am Bodensee.

Der Großteil der Besucher komme aus dem deutschsprachigen Raum, berichtet der Vertriebsleiter Franz Petzold. "Vor allem der Baden-Württemberger geht gerne an den Bodensee." Unter den ausländischen Besuchern hätten die Schweizer den größten Anteil - das merke man auch an den Hochzeiten, die die Blumeninsel ausrichtet. Aber auch aus Osteuropa und vor allem Asien stiegen die Besucherzahlen.© dpa