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04.01.2012, 11:15 Uhr

Mächtig viel Holz in der Hütte in Kooperation mit World's Luxury Guide

Für die "Hütte" im Titel müssen wir uns eigentlich sofort entschuldigen, denn das "Mattlihüs" im Allgäu ist ein 4-Sterne-Hotel, nur eben eines, das zu 100 Prozent aus Holz besteht. Inhaber Alexander Geißler hat beim Bau seines Naturhotels sogar auf Nägel, Leim und Kunststoff verzichtet.

Zurück zur Natur

Bio ist angesagt, ob bei der Ernährung oder im Alltag. Auch beim Reisen gilt mittlerweile: Wahrer Luxus ist nachhaltig. Und das hat schon lange nichts mehr mit Verzicht zu tun, sondern mit Umdenken. Alexander Geißler, Inhaber des Mattlihüs, will niemanden bekehren, keine Vorträge halten. Man solle einfach übernachten und selbst herausfinden, wie gut das tue. "Zurück zur Natur" war der Hauptgedanke, der die Geißlers bei der Planung des Biohotels antrieb. Sie wollten ein Haus "wie anno dazumal" bauen.

Zirbe: Holz fürs Herz

In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Holzhändler und Querdenker in Sachen ökologische Bauweise, Erwin Thoma, hat Geißler das erste "Holz100"-Hotel errichtet. Zimmer und Suiten bestehen aus mondgeschlagenem Vollholz, genau: aus Bäumen, die bei untergehendem Mond gefällt wurden. Kein esoterischer Tick: Zu diesem Zeitpunkt bleiben Inhaltsstoffe im Wurzelwerk, das Holz wird resistent gegen Schädlinge und Schimmel. Die Rückwände und Betten der "Holz100"-Zimmer sind aus Zirbenholz gefertigt, das nachgewiesen eine beruhigende Wirkung hat. Die "Königin der Alpen" soll dem Herz pro Nacht 3.000 Schläge ersparen und für eine bessere Schlafqualität sorgen.

“The K Club“, Straffan, Ireland
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Feng Shui und Kräutergarten

Bauherr Andreas Geißler, der traditionelle bayerische Tracht trägt, ist auch Feng-Shui Experte. Das spiele zwar in puncto Nachhaltigkeit keine Rolle, dennoch hat er die fernöstliche Wohn-Philosophie mit in Konstruktion und Baupläne einfließen lassen. Natürlich ist das Mattlihüs Mitglied der Vereinigung "Bio-Hotels", die den Tourismus ökologisieren will. Im Mattlihüs wird das bereits vorbildlich umgesetzt: Die Toilettenspülung wird mit Regenwasser betrieben. Die Holzkonstruktion sorgt für eine Wärmespeicherung, die den Energiebedarf des Hotels um die Hälfte reduziert. In der Hotel-Küche werden regionale und biologische Lebensmittel verwendet. Auch im Spa setzt man auf selbstgemachte Packungen, Bäder und Masken aus regionalen Produkten, größtenteils kommen die Zusätze sogar aus dem hauseigenen Kräutergarten.

© World's Luxury Guide

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