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10.01.2012, 16:45 Uhr

Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht

Berlin (dpa/tmn) - Im Südwesten Deutschlands nimmt die schwäbisch-alemannische Fastnacht seit dem Dreikönigstag (6.1.) Fahrt auf. Hier einige Höhepunkte und Geheimtipps der kommenden Wochen, auf die die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte hinweist.

Alle vier Jahre treffen sich die Mitglieder der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte: In diesem Jahr werden vom 20. bis 22. Januar rund 10.000 Narren in Konstanz erwartet. Zum Auftakt gibt es am Freitagabend ein Monsterkonzert der Guggengruppen. Der Samstag ist geprägt vom närrischen Treiben in den Gasthäusern der Stadt. Höhepunkt ist nach Auskunft der Vereinigung der große Narrensprung am Sonntagmittag.

Einen besonderen Brauch gibt es in Haigerloch im Zollernalbkreis: Am Fastnachtsmontag werden alle frischverheirateten Männer beim Bräuteln auf einer Stange um den Dorfbrunnen getragen. Der Brauch war ein alter Fruchtbarkeitszauber, bei dem die Gebräutelten früher am Schluss in den Brunnen geworfen wurden.

Während die schwäbisch-alemannische Fastnacht normalerweise von den traditionellen Häs geprägt ist - Verkleidungen, die oftmals über mehrere Generationen vererbt werden - ist am Schmutzigen Donnerstag (16. Februar) in Furtwangen wilde Verkleidung erlaubt: Auch als Landstreicher oder Biene Maja kostümiert wird in der ganzen Stadt bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

In Schramberg geht alles den Bach herunter: Die Bach-na-Fahrt zieht Jahr für Jahr am Fastnachtsmontag bis zu 30.000 Besucher an. In 40 originellen Gefährten (Zubern) stürzen sich Wagemutige die Schiltach hinab. Doch zuvor müssen die Zuber von dem Mannschaften an den Start gezogen werden. Beginn des Spektakels ist 13.00 Uhr. Anschließend ziehen die närrischen Gruppierungen durch die Stadt.

Als Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gilt Rottweil. 3.000 Hästräger erwarten die Veranstalter zum traditionellen Narrensprung am Fastnachtsmontag. Sie ziehen ab den frühen Morgenstunden durch das Schwarze Tor und durch die ganze Stadt.

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2 Meinungen zu "Jetzt regiert die Fastnacht"

  • Teufelweich
    Mittwoch, 11.01.2012, 10:20 Uhr
    Der Thüringer tut mir sehr leid. Er war wahrscheinlich noch nicht bei den Alemannen!
  • Camenzind
    Mittwoch, 11.01.2012, 07:50 Uhr
    Wenn der kommerzielle Mummenschanz wieder anhebt, geht mir das als Thüringer eine handbreit am Arsch vorbei, sagt Camenzind
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