Zur mobilen Ansicht wechseln

25.07.2012, 09:45 Uhr

"Traumschiff" fährt weiter unter deutscher Flagge

Das berühmte "Traumschiff" MS Deutschland wird für die Dauer der Olympischen Spiele in London nicht ausgeflaggt. Das bestätigte das Bundeswirtschaftsministerium der "Bild-Zeitung". 

"Das Schiff fährt weiter unter deutscher Flagge, die Reederei hat die Ausflaggung vorerst verschoben", sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, der Wirtschafts-Staatssekretär Hans-Joachim Otto. Das Deutsche Olympische Komitee empfängt auf der MS Deutschland während der Olympischen Spiele in Großbritannien seine Gäste.

Aus Kostengründen wollte die Reederei Peter Deilmann aus Neustadt (Schleswig-Holstein) auf der "Traumschiff" die schwarz-rot-goldene Flagge einholen. Die Sparpläne hatten jedoch für einen Sturm der Entrüstung bei Kreuzfahrt-Fans und der Besatzung des Schiffes gesorgt. Jetzt hat die Reederei dem öffentlichen Druck vorerst nachgegeben und die Ausflaggung des Luxus-Kreuzers zumindest für die Dauer der Olympischen Spiele verschoben. 

"Es wäre peinlich gewesen, wenn Bundespräsident Joachim Gauck auf der MS Deutschland unter maltesischer Flagge Gäste Deutschlands offiziell empfangen hätte", sagte Wirtschafts-Staatssekretär Otto der "Bild-Zeitung". Er appellierte gleichzeitig an die Reederei, das Traumschiff auch künftig unter deutscher Flagge fahren zu lassen.

© bild.de

Alle News vom: 25. Juli 2012 Zur Übersicht: Reise

42 Meinungen zu ""Traumschiff" bleibt deutsch"

  • Werner1951
    Freitag, 27.07.2012, 15:52 Uhr
    Die Ausflaggung der Familie Deilmann bzw. den Töchtern von Peter Deilmann anzulasten, fällt wohl eher in die Rubrik üble Nachrede. Wer hat denn hier wohl den eigentlichen wirtschaftlichen Zugriff und damit das Sagen über solche Entscheidungen? Man sollte doch hier über das richtige Ross und Reiter reden, sprich die Beteiligungsgesellschaft Aurelius und beispielsweise ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Dirk Markus (32% Aktienanteile). Schäbig in meinen Augen wie sich hier die eigentlichen Akteure hinter dem Namen des verstorbenen Reeders Peter Deilmann verbergen und damit seine Familie kompromittieren. Allen künftigen Kreuzfahrtreisenden der vielleicht bald maltesischen "Deutschland" empfehle ich die Lektüre des jüngst erschienenen Buches von Gisa und Hedda Deilmann "Die wahre Geschichte vom Traumschiff". Das könnte helfen, besser zwischen "Schein und Sein" zu unterscheiden und daraus seine Rückschlüsse zu ziehen. Übrigens stellt sich in meinen Augen auch unsere größte Bank, die sich auf unsere Nation beruft, alles andere als gut dar. Fazit: Augen auf und sich nicht durch leere nationale Attribute leiten lassen.
  • Dieter4
    Freitag, 27.07.2012, 15:20 Uhr
    Es ist ja wohl das Letzte, was sich die Eigner der "MS Deutschland" erlauben. Zuerst möchte man die "MS Deutschland" unter maltesischer Flagge laufen lassen, dann verweist man den Kapitän vom Schiff.Ein einmaliger Vorgang , mit dem sich die Reederei selbst Schaden zufügt. Ich selber bin dreimal auf dem Schiff mitgefahren und kenne den Kapitän Jungblut persönlich. Ich werde nach diesem Vorfall die "MS Deutschland" meiden.Die Schiffseigner sollten ihren Posten zugunsten fähiger Unternehmer räumen.
  • Ravelin
    Freitag, 27.07.2012, 13:09 Uhr
    Es gilt zu prüfen, ob die Nutzung des Namens "Deutschland" nicht ein hoheitlicher Akt ist bzw. einer staatlichen Legitimation bedarf.
  • Swenjo
    Freitag, 27.07.2012, 12:48 Uhr
    Die MS Deutschland ist nicht deutscher als alle anderen Schiffe, nur weil sie so heißt. Für die Aufgabe, für die es aktuell vorgesehen ist, muss das Schiff unter deutscher Flagge bleiben. Danach kann es wie andere Kreuzfahrtschiffe behandelt werden.
  • Skorpion1987
    Freitag, 27.07.2012, 11:06 Uhr
    An diesem Beispiel zeigt sich mal wieder, dass es in Deutschland nur ums Geld geht und kein Funken Nationalstolz vorhanden ist. Die Welt lacht sich tot über uns..
So freizügig wie hier im Naturisten-Camp Cap d’Agde in Frankreich dürfen sich Touristen in anderen

Andere Länder, andere Sitten: So vermeiden Sie Fettnäpfchen. >

Hunterian Museum wird 200

Das Hunterian Museum in London lockt mit gruseligen Medizin-Exponaten. >

Schild Bitte nicht stören

Hoteliers verraten die extravaganten Anfragen ihrer Gäste. >


Internet Made in GermanyWEB.DE 2013 - Marke des JahrhundertsIhr WEB.de-Postfach ist grünWeb.de unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: "Traumschiff" bleibt deutsch. Reederei will MS Deutschland wegen Olympia vorerst nicht ausflaggen.