"Traumschiff" fährt weiter unter deutscher Flagge
"Das Schiff fährt weiter unter deutscher Flagge, die Reederei hat die Ausflaggung vorerst verschoben", sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, der Wirtschafts-Staatssekretär Hans-Joachim Otto. Das Deutsche Olympische Komitee empfängt auf der MS Deutschland während der Olympischen Spiele in Großbritannien seine Gäste.
Aus Kostengründen wollte die Reederei Peter Deilmann aus Neustadt (Schleswig-Holstein) auf der "Traumschiff" die schwarz-rot-goldene Flagge einholen. Die Sparpläne hatten jedoch für einen Sturm der Entrüstung bei Kreuzfahrt-Fans und der Besatzung des Schiffes gesorgt. Jetzt hat die Reederei dem öffentlichen Druck vorerst nachgegeben und die Ausflaggung des Luxus-Kreuzers zumindest für die Dauer der Olympischen Spiele verschoben.
"Es wäre peinlich gewesen, wenn Bundespräsident Joachim Gauck auf der MS Deutschland unter maltesischer Flagge Gäste Deutschlands offiziell empfangen hätte", sagte Wirtschafts-Staatssekretär Otto der "Bild-Zeitung". Er appellierte gleichzeitig an die Reederei, das Traumschiff auch künftig unter deutscher Flagge fahren zu lassen.
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42 Meinungen zu ""Traumschiff" bleibt deutsch"
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Werner1951
Freitag, 27.07.2012, 15:52 Uhr Die Ausflaggung der Familie Deilmann bzw. den Töchtern von Peter Deilmann anzulasten, fällt wohl eher in die Rubrik üble Nachrede. Wer hat denn hier wohl den eigentlichen wirtschaftlichen Zugriff und damit das Sagen über solche Entscheidungen? Man sollte doch hier über das richtige Ross und Reiter reden, sprich die Beteiligungsgesellschaft Aurelius und beispielsweise ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Dirk Markus (32% Aktienanteile). Schäbig in meinen Augen wie sich hier die eigentlichen Akteure hinter dem Namen des verstorbenen Reeders Peter Deilmann verbergen und damit seine Familie kompromittieren. Allen künftigen Kreuzfahrtreisenden der vielleicht bald maltesischen "Deutschland" empfehle ich die Lektüre des jüngst erschienenen Buches von Gisa und Hedda Deilmann "Die wahre Geschichte vom Traumschiff". Das könnte helfen, besser zwischen "Schein und Sein" zu unterscheiden und daraus seine Rückschlüsse zu ziehen. Übrigens stellt sich in meinen Augen auch unsere größte Bank, die sich auf unsere Nation beruft, alles andere als gut dar. Fazit: Augen auf und sich nicht durch leere nationale Attribute leiten lassen. -
Dieter4
Freitag, 27.07.2012, 15:20 Uhr Es ist ja wohl das Letzte, was sich die Eigner der "MS Deutschland" erlauben. Zuerst möchte man die "MS Deutschland" unter maltesischer Flagge laufen lassen, dann verweist man den Kapitän vom Schiff.Ein einmaliger Vorgang , mit dem sich die Reederei selbst Schaden zufügt. Ich selber bin dreimal auf dem Schiff mitgefahren und kenne den Kapitän Jungblut persönlich. Ich werde nach diesem Vorfall die "MS Deutschland" meiden.Die Schiffseigner sollten ihren Posten zugunsten fähiger Unternehmer räumen. -
Ravelin
Freitag, 27.07.2012, 13:09 Uhr Es gilt zu prüfen, ob die Nutzung des Namens "Deutschland" nicht ein hoheitlicher Akt ist bzw. einer staatlichen Legitimation bedarf. -
Swenjo
Freitag, 27.07.2012, 12:48 Uhr Die MS Deutschland ist nicht deutscher als alle anderen Schiffe, nur weil sie so heißt. Für die Aufgabe, für die es aktuell vorgesehen ist, muss das Schiff unter deutscher Flagge bleiben. Danach kann es wie andere Kreuzfahrtschiffe behandelt werden. -
Skorpion1987
Freitag, 27.07.2012, 11:06 Uhr An diesem Beispiel zeigt sich mal wieder, dass es in Deutschland nur ums Geld geht und kein Funken Nationalstolz vorhanden ist. Die Welt lacht sich tot über uns..
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