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20.01.2012, 16:36 Uhr

A380 muss zum Flügel-Check in Kooperation mit Spiegel Online

Die Flügel einiger A380-Jets weisen bedenkliche Risse auf, jetzt zieht die Europäische Agentur für Flugsicherheit Konsequenzen: Rund ein Drittel der Riesenmaschinen soll überprüft werden. Betroffen sind zunächst Singapore Airlines, Emirates und Air France-KLM.

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben die Überprüfung von rund einem Drittel der A380-Flotte von Airbus angeordnet. Grund sind aufgetretene Haarrisse an den Tragflächen des Riesen-Jumbos. Die Extra-Checks betreffen die Fluggesellschaften Singapore Airlines (Überprüfungen an zehn Maschinen), Emirates (sieben Maschinen) und Air France-KLM (eine Maschine). Hersteller Airbus muss außerdem zwei Testmaschinen überprüfen.

Die Checks sollen innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen sein. Eine Handvoll Flugzeuge, die besonders häufig eingesetzt würden, sollten innerhalb weniger Tage untersucht werden, hieß es aus Branchenkreisen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) hat die sogenannte Airworthiness Directive auf ihrer Web-Seite veröffentlicht. Darin sind Inspektionszyklen und Reparaturmaßnahmen festgelegt.

Die Ursache der Risse ist noch unklar

Airbus hatte zwei Mal innerhalb kurzer Zeit Haarrisse an L-förmigen Metallteilen in den Flügeln des A380 vermelden müssen. Betroffen sind Elemente, die Rippen und Haut des Flügels zusammenhalten. An jeder Rippe gibt es 30 bis 40 von ihnen. Die Firma erklärte, die Sicherheit der Flieger sei nicht gefährdet. Es handle sich um "nicht kritische Teile". Welche Fluggesellschaften mit dem Problem zu tun haben, wollte Airbus nicht sagen.

Die Firma geht davon aus, dass die metallischen Verbindungsteile bei der Fertigung des Flügels zu großen Belastungen ausgesetzt gewesen sind. Materialermüdung oder unvorhergesehene Belastungen im Flug seien nicht Schuld an den Problemen. Das Fachblatt "Aviation Week" meldet, bei Testflügen habe der Flugzeugbauer keine Hinweise auf verstärkte Belastung der Flügel nachweisen können.

Die Schäden waren zunächst an Bauteilen eines Flugzeugs entdeckt worden, bei dem vor gut einem Jahr ein Triebwerk wegen eines technischen Defekts explodiert war. Deswegen lag ein Zusammenhang mit der Explosion nahe. Doch dann spürten die Experten die zuerst kaum sichtbaren Risse auch an den Rippen des anderen Flügels auf - und an denen weiterer Maschinen.

© SPIEGEL ONLINE

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  • Harka
    Sonntag, 22.01.2012, 17:27 Uhr
    @renifinger Ja, es fehlten 30 Schrauben und ja, es war unkritisch, denn was die Sensationspresse verschweigt ist wo sie fehlten. Es fehlten Schrauben zum Justieren der Sitze! Das mit dem Kopieren ist nach chinesischer Sicht ein Anerkenntnis von Überlegenheit. Schon Konfuzius lehrte, dass man von anderen deren Wissen übernehmen soll. In dem man in China etwas kopiert, erkennt man dehmütig an, dass da jemend mit mehr Wissen von der Sache am Werke war. Ich weiß, dass deutsche Patentrecht sieht das anders ... ;-)
  • Ulenspiegel
    Samstag, 21.01.2012, 11:33 Uhr
    Risse gehören zu komplexen Strukturen unbd Bauteilen - sie sind nichts Ungewöhnliches oder Gefährliches, wobei letzteres eine Beobachtung und Kontrolle voraussetzt. In der Betriebsfestigkeitslehre ist ein sogenanntes "stabiles "Risswachstum" Gegenstand zahlloser und alltäglicher Beobachtungen; in speziellen Laboratorien sind es für die Luftfahrt Untersuchungen, die die Beanspruchungen eines Flugzeugs simulieren und im Lebensalter den "Kollegen" in der Luft immer mit sicherem zeitlichen Abstand "vorwegfliegen", damit genügend Zeit für Kontroll- oder andere Maßnahmen bleibt. Gefährlich wird ein Riss, wenn er instabil wächst und das gilt es rechtzeitig zu erkennen und natürlich zu vermeiden.
  • JuppChillen
    Samstag, 21.01.2012, 11:14 Uhr
    Hoffentlich haben die Lufthanseaten auch richtig geprüft !!
  • bubbi99
    Samstag, 21.01.2012, 10:59 Uhr
    so wirklich sicher hört sich das nicht an. Wenn die Teile - wann auch immer - zu stark belastet sind und sich Haarrisse bilden ist doch grundsätzlich was verkehrt. Logisch das so ein Flügel aus etlichen tragenden und auch nicht tragenden bzw. nur unterstützenden Elementen besteht. Wenn aber so eine Belastung drauf ist, das sich Risse bilden scheint es auch nicht ganz so unproblematisch sein.
  • Beauford
    Samstag, 21.01.2012, 10:37 Uhr
    Wegen BEDENKLICHER Risse.......... *es handele sich um *nicht kritische Teile*... Na, dann können die doch weiter fliegen; oder doch nicht ? Ein Haarriss breitet sich weiter aus ! und dann wirds kritisch !
  • renifinger
    Samstag, 21.01.2012, 10:36 Uhr
    @Harka | 3758 Beiträge Seite 1 „Sicherheit geht vor. Sehr schön, dass Airbus sich treu bleibt und sofort eine "Rückrufaktion" startet. So beweist man Verantwortung und es gefällt auch dem Kunden, dass ein Hersteller ehrlich auch mit Problemen umgeht. Das tun nicht alle.“ Was soll das denn? Es bleibt AIRBUS doch gar nichts anderes übrig oder sollen sie warten bis alle Flieger vom Himmel gefallen sind. Qualität bei der Entwicklung und Produktion sollten im Vordergrund stehen, dann käme so etwas gar nicht erst Zustande. Dieses Flugzeug ist ein MADE IN GLOBAL Produkt. So wie bei AIRBUS gearbeitet wird, ist es doch kein Wunder. Ein weiterer Grund kann natürlich auch das sein: „Air-France-Airbus fehlten bei Flug 30 Schrauben Ein Airbus A340 der französischen Fluggesellschaft Air France ist nach der Wartung in China tagelang unterwegs gewesen, obwohl an der Maschine rund dreißig Schrauben fehlten. Ein Air-France-Sprecher bestätigte entsprechende Gewerkschaftsinformationen, betonte aber, das Flugzeug sei trotzdem sicher gewesen. Die Wartungsfirma Taeco arbeitet auch für Lufthansa.“ Möglicherweise sind diese Schrauben zum Kopieren auserwählt und dann werden Sie MADE AS COPY IN CHINA als Ersatzteil, da entschieden billiger (Qualität ist egal) von AIRBUS gekauft und eingebaut oder eine „A380“ – Kopie MADE IN CHINA oder MADE IN PRC erscheint am Flugzeughimmel.
  • Saxet
    Samstag, 21.01.2012, 10:27 Uhr
    Warscheinlich handelt es sich um sogenannte Spanten die aus dem vollen gefräst werden und dadurch mechanisch bei der Bearbeitung belastet werden. Das es für den Flugbetrieb nicht gefährlich ist,kann man schwer glauben. Aus Haarrissen können auch größere Risse oder Bruchstellen werden.

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