Das Gute vorweg: Nicht alle Änderungen beim Lufthansa-Bonusprogramm Miles & More sind von Nachteil für die Reisenden. So wird es beispielsweise von den Anforderungen her künftig leichter sein, den Senator-Status zu erreichen. Denn dafür sind ab 1. September nur noch 100.000 anstatt der bisherigen 130.000 Statusmeilen notwendig.
Aus Sicht vieler Vielflieger negativ ist allerdings die Neuregelung im Zusammenhang mit dem HON Circle Status. So sollen in Zukunft nur noch Business- und First-Class-Flüge für den begehrten Status zählen.
Der HON Circle Status wird aufgewertet
Das macht ihn zwar noch exklusiver. Allerdings sind die Aufnahmebedingungen mit 600.000 geflogenen HON-Circle-Meilen in zwei Jahren bereits jetzt schon so anspruchsvoll, dass der Kreis der HON-Circle-Mitglieder ein sehr kleiner ist.
Und er dürfte noch weiter schrumpfen, denn viele Unternehmen lassen selbst ihre leitenden Angestellten nicht mehr in der Business Class fliegen. In diesen Kreisen dürften die neuen Miles-&-More-Bedingungen für besonders viel Ärger sorgen.
Doch auch Reisende der Business Class sind von den Änderungen betroffen. So hat die Lufthansa vor einigen Monaten die neue Buchungsklasse P für besonders günstige Business-Class-Tickets eingeführt und zwar zusätzlich zur ebenfalls relativ preiswerten Business-Buchungsklasse Z.
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Dass die Fluggesellschaft nun die Meilenwerte für die Flüge in der Buchungsklasse P im Vergleich zur Buchungsklasse Z weiter nach unten korrigiert, ist folgerichtig, nach dem Motto: wer weniger zahlt, bekommt auch weniger.
Allerdings wird das Bonus-System mit der Einführung weiterer Zwischenstufen komplizierter. Ganz davon abgesehen, dass die Meilenwerte in der Business Class künftig teilweise niedriger sind als die bestimmter Economy Class Buchungsklassen.
Neue Meilenwerte in der Business Class
Die neuen Meilenwerte der Buchungsklasse P gelten bereits seit 1. April für die Lufthansa, seit 16. Mai für Austrian Airlines, und bei der Swiss werden sie ab 1. September wirksam.
Für die Buchungsklasse Z sinken ebenfalls die Meilenwerte, wobei diese Änderungen Adria Airways, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Luxair sowie Swiss betreffen und ab 1. September greifen.
Und es kommt an diesem Tag noch schlimmer für statusbewusste Meilensammler, denn auch das Upgraden mit Meilen wird eingeschränkt und ist ab 1. September generell nur noch mit teuren Business-Class-Tickets möglich.
Wer hingegen ein Ticket der günstigere Business-Buchungsklassen P und Z hat, kann sich nicht hochstufen lassen.
Mit einer Ausnahme: Bei der Swiss gelten die alten Upgrade-Regelungen in die höchsten Klassen, sie sind "nur" etwas teurer geworden, der Aufschlag kostet nun 20.000 Meilen.
Tipps für Meilensammler
Seit die Pläne der Lufthansa bekannt sind, diskutieren Vielflieger in einschlägigen Internetforen über Strategien, wie sie vor dem Stichtag 1. September noch einen besseren Lufthansa-Status erreichen können.
Mit der gleichen Frage hat sich Welt Online an Alexander Koenig gewandt, Autor des Buches "First Class & More – Insidertipps für smartes Reisen" und Betreiber der Webseite www.first-class-and-more.de, die über Kundenbindungsprogramme informiert. Damit ist er einer der Experten im deutschsprachigen Raum, wenn es darum geht, wie Reisende ihr Punktekonto effektiv einsetzen können.
Nachfolgend seine Tipps, um kurzfristig noch möglichst viele Meilen zu sammeln:
1. Innereuropäisch kann man mit dem Swiss Business Upgrade Europa (Buchungsklasse P) bis Ende August ab 450 Euro komfortabel in die schönsten Metropolen Europas reisen. Dabei sammelt man je nach aktuellem Lufthansa-Status zwischen 8.000 und 10.000 Prämien- und Status-Meilen. Wer seinen Flug von Deutschland aus geschickt über Zürich und Genf routet, kann sogar bis zu 13.750 Meilen sammeln.
2. Auch interkontinental kann man mit Swiss relativ günstig in der Business Class fliegen und sein Meilenkonto aufstocken. Man muss dafür allerdings ab Budapest, Istanbul oder Athen starten. So geht es beispielsweise schon ab 1800 Euro von Budapest nach Hong Kong – mit einer Meilenausbeute zwischen 27.000 und 31.000 Prämien- und Status-Meilen (abhängig vom Statuslevel). Auf der Strecke Istanbul – Bangkok lassen sich ab 2000 Euro zwischen 26.000 und 30.000 Meilen sammeln. Und ein Flug von Athen nach Johannesburg ab 1950 Euro bringt zwischen 25.000 und 28.500 Meilen ein.
3. Für Nordamerika-Reisende bietet sich Air Canada mit Abflug Brüssel an. So fliegt man ab 2100 Euro nach Los Angeles und sammelt hierbei zwischen 24.000 und 27.000 Statusmeilen. Ebenfalls günstig ist die polnische LOT mit Flügen ab Budapest; ein Business-Ticket nach New York ab 1850 Euro wird mit 21.000 bis 24.000 Prämien- und Status-Meilen honoriert.
28 Meinungen zu "Lufthansa verärgert Vielflieger"
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rizzo
Dienstag, 28.08.2012, 12:29 Uhr Kundenbindungssysteme sind ein pseudo-großzügiges Bindungs und -ausbeutungssystem manipulativen Charakters, keine Almosenküche. Verliehener Status, scheinbare Vorteile - die Meilenpreise wurden laufend schlechter - und ein paar erschlichene Privattrips für Geschäftsmeilen, wo dies noch geht, wurden letztlich teuerer, als ein wirklich billiger Flug im Wettbewerb ausgesucht.. Bleibt das KOnfekt in der Lounge,naja für "FTR" gibt es da wirklich kaum mehr etwas Attraktives.Wer preiswert reisen muß oder will, wird kaum jemals Senator, da solche Tarife keine Meilen mehr abwerfen.Miles&More ist wohl das fieseste solcher Programme überhaupt.Kunden stellen ihre Daten gratis zu Verfügung, erlauben über Kreditkartenkopplung Präferenzbilder ihres Konsums für den Bettel eines Meilenfluges, der heute an erfundenen "Gebühren" mehr bar kostet, als der so genannte "Flugpreis", den es ja rein nicht mehr gibt. Ich muß viel fliegen.Lufthansa und ihre Konsorten sind mir nicht nur deshalb ein Graus. Lieber echt-preiswert und ohne Gedöns, Aerlingus z.B. , wenigstens noch. Dennoch kostet die Verschlechterung - daher ist sie blöd - die wenigen verbliebenen Prasserkunden.Wer davon würde ernsthaft 1st mit LH auf Fernstrecke buchen?Die FTL-Würstchen interessieren ja niemand beim Kranich. Denen bleibt die Cola oder das gratisbier. Kostet weniger als ein Beutel Tierfutter im Zoo. -
ironikus
Mittwoch, 08.08.2012, 10:02 Uhr War bis zu meinem Renteneintritt ein sogenannter"Vielflieger". Asien, USA etc. Alles beruflich und zu 98% in der Business-Class. Dabei habe ich die Lufthansa gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Ich will hier nicht ins Detail gehen weshalb das so war, aber der LH einen guten Rat geben : Schafft diese protzig dargestellte First-Class ab, wertet die B-C auf indem vernünftige und bezahlbare Preise bei freundlichem Service eingeführt werden und gebt den sogenannten "Paxen" der Economy das Gefühl nicht in einer Heringsdose zu sitzen. Und zu guter Letzt gewöhnt den Flugbegleitern diese antrainierte, arrogant wirkende Freundlichkeit ab. Entweder das Bordpersonal identifiziert sich mit seinem Beruf und strahlt eine natürliche Freundlichkeit aus oder sie sollen sich einen Job bei der Bundeswehr suchen. So einfach ist es ein Flugzeug wirtschaftlich um die Welt zu schicken. Der ganze Firlefanz und das Meilenkaspertheater lenkt nur von den elementaren Problemen bei LH ab und die sind hausgemacht. Ähnlich war es bei Swissair vor Jahren und wie das endete wissen Insider wohl sehr gut. Vielleicht kommt nun einer dieser "LH-Strategen" ins Nachdenken. Nicht jeder Bachelor der von der Schule kommt muss das Rad neu erfinden. Ich glaube Sie verstehen was ich meine. -
Porker
Dienstag, 07.08.2012, 15:42 Uhr @Gigolo von seite drei: wenn man zu einer bestimmten zeit am flughafen sein muß, um mitfliegen zu können, dann bin ich auch zu dieser zeit vor ort. auch wenn gerade oktoberfest ist, besoffene in der s-bahn herumkaspern, oder andere vorhersehbare umstände herrschen. das nennt man eigenverantwortung! wenn man dann mit seinem billig-billig-billig-ticket nicht hin- und herbuchen kann, zu geizig ist, sich gleich ein taxi zu bestellen, zu dämlich ist, so weit vorauszudenken, daß ein oktoberfest bekanntlich gewisse hindernisse bereitstellt, der hat es auch verdient, sich aufzuregen! ich will mich jetzt nicht auf seiten der LH schlagen, aber mündige bürger, die immer einen schuldigen finden, egal wie dämlich sie sich anstellen, kotzen mich an! wenn ich mir das billigste produkt herausfische, und versaue es selbst, weil ich zu blöd bin (was mir auch mal passiert), dann habe ich noch soviel restarsch in der hose, um mir das auf die eigene fahne zu schreiben. wenn da jetzt nicht ein flieger, sondern deine partnerin gestanden hätte, und die nach einer gewissen zeit dann weg müßte, hättest du dich dann scheiden lassen? hirn einschalten, nachdenken, und die schuld richtig verteilen (und sich selbst dabei nicht ausklammern) -
Teddy1956
Dienstag, 07.08.2012, 14:34 Uhr Was müssen das für arme Würstchen sein, die ihr Ego mit Punkten aufpeppen müssen ... -
Teddy1956
Dienstag, 07.08.2012, 14:33 Uhr Punktesammeln habe ich ein einziges Mal gemacht. Und nie wieder. Bei der HEW (Hamburger ElektrizitätsWerke) habe ich Punkte gesammelt: - Um die Punkte einlösen zu können, mußte man grundsätzlich eine Prämie kaufen. - Die Prämien waren grundsätzlich Dinge, die man sowieso im Haushalt hatte und woanders, bei guter Qulität, wesentlich preiswerter zu erwerben waren. Eines Tages, ohne Ankündigung versteht sich, waren die Punkte ersatzlos weg. Kurze Zeit später wurde das Punktesammeln eingestellt. Wer sich auf das Punktesammeln einläßt macht sich grundsätzlich abhängig. Mit diesem Punktesammeln wird die Gier des Einzelnen angestachelt. -
soCircaInEtwa
Dienstag, 07.08.2012, 14:28 Uhr wirklich bedauerlich und sehr ärgerlich...sowas kann man den armen Menschen doch nicht antun...die armen bis zur Unkenntlichkeit gedemütigten Egomanen. Alleine unter Gleichen, ohne Abstand, abgeschoben und denunziert und mit der Bretterklasse abgespeist. Die Reiserei bringt keinen aufwertenden Vorteil mehr - Wilkommen in der 2. Klasse - der Klasse der Belanglosen. Wer das nicht will...kauft einen Privatjet. Wer das nicht kann realisiert vielleicht, wie gross mittlerweile die 2 Klasse ist und wie abgehoben die Erste, in der es auch kein arrogantes Personal gibt, denn man ist mit der eigenen Arroganz und Egomanie auch wieder Herrscher über alles. Und wer in der 2 Klasse Arroganz findet hat zu lange in der Ersten gesessen. -
rhenanus
Dienstag, 07.08.2012, 14:24 Uhr ich würde mich wundern, wenn einer der Foristen überhaupt schon mal Business Class geflogen ist!
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