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18.12.2012, 11:39 Uhr

Der subtile Geschlechterkampf in den Sitzreihen

in Kooperation mitDIE WELT

Sie will die Fensterblende schließen, er will rausschauen. Ihr ist es zu kalt, ihm zu warm. So groß sind die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Passagieren. Und wer bekommt die Armlehne?

VonKira Hanser

Typisch Mann, typisch Frau: Auch an Bord eines Flugzeuges zeigen sich auf anschauliche Weise die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Frauen und Männern – und sie sorgen für subtile Geschlechterkämpfe in den Sitzreihen. Eine Umfrage eines Reisebloggers des "The Wall Street Journal" bei verschiedenen Fluggesellschaften nennt die häufigsten Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Passagieren.

Klappe auf, Klappe zu

Sie will die Fensterblende schließen, er will aber lieber rausschauen. Ihr ist es zu kalt an Bord, ihm zu warm. Sie kuschelt sich beim Langstreckenflug in die vom Personal verteilten Decke, er lässt die nach einer Weile zerknüllt im Fußraum liegen.

Niemand will den Mittelplatz

Sie schaut gern Filme, er zappt lieber durch Sportsendungen und Nachrichtenkanäle. Sie sitzt gern am Fenster, er bevorzugt den Gangplatz, aber in der Mitte, da sind sich die Geschlechter immerhin einig, will niemand freiwillig Platz nehmen.

Er beansprucht so viel Fußraum wie möglich, oft weit über die imaginäre Grenze zwischen den Sitznachbarn hinaus, sie rollt sich lieber auf ihrem Sitz ein.

Kampf um die Armlehne

Und wer bekommt die Armlehne? Auch darauf gibt die Umfrage Antwort, eine, die man schon längst geahnt hatte: Männer versuchen immer wieder aufs Neue, die Lehnen zu erobern.

Und was hilft dagegen? Die einzige Verteidigungsstrategie, die prompt Wirkung zeigt: Etwas ganz aus Versehen fallen lassen, damit der Nachbar automatisch zurückweicht, um Platz zu machen oder – wenn es sich denn um einen gut erzogenen Mann handelt – um es höflich aufzuheben.

© DIE WELT

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23 Meinungen zu "Geschlechterkampf im Flugzeug"

  • maho76
    Donnerstag, 27.12.2012, 10:21 Uhr
    "...subtile geschlechterkämpfe..." subtil ist da gar nix, vor allem solange frau nicht gewonnen hat. ;)
  • lowa
    Mittwoch, 19.12.2012, 15:00 Uhr
    Zu Brechmich´s Problem: Ein Zweifrontenkrieg ist selten zufriedenstellend ausgegangen!
  • lowa
    Mittwoch, 19.12.2012, 15:00 Uhr
    Zu Brechmich´s Problem: Ein Zweifrontenkrieg ist selten zufriedenstellend ausgegangen!
  • Brechmich
    Mittwoch, 19.12.2012, 08:03 Uhr
    Bei zwei netten Damen sitz ich auch gern in der Mitte :-)
  • ducato12
    Mittwoch, 19.12.2012, 08:03 Uhr
    Tolles Thema! Ist ja gaaaanz wichtig! Der Sommer ist doch schon lange vorbei oder gibt es jetzt auch das Winterloch? Selten so einen bescheuerten Beitrag gelesen!
  • Ksaan
    Dienstag, 18.12.2012, 17:42 Uhr
    Kampf habe ich im Flugzeug noch nie gehabt, die Armlehnen gehören mir, deshalb ziehe ich auch kleine, schüchterne Frauen als Sitznachbarin vor. Sage ich auch immer beim einchecken, aber in letzter Zeit hat das dann irgendwie nie so richtig geklappt... Diesen Artikel habe ich übrigens schon in der letzten Woche in der Welt gelesen - warum raucht GMX so lange fürs Scannen?
  • DocSoul
    Dienstag, 18.12.2012, 17:36 Uhr
    Wenn da oben der Sauerstoff knapper wird, verbleibt man besser in irdischer Nähe. Platz bietend, all denen, die den Meuchelmorden inmitten blutbefleckter Rückenlehnen fröhnen, wie auch die in Extasen genossene Versöhnung auf dem WC, welches mitunter größere literarische Weltanschauungen birgt. Gute Landung.

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