Ankara/Berlin (dpa/tmn) - Touristen in der Türkei sollten derzeit besonders vorsichtig sein. Hintergrund sind die US-Bombardements gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien.

Die Botschaft der USA in Ankara warnt vor möglichen Anschlägen in der Türkei. Reisende sollten die örtlichen Medienberichte verfolgen, um sich über potenzielle Gefahrengebiete zu informieren. Vor allem im Osten und Südosten der Türkei sollten sie vorsichtig sein. Konkrete Gefahrenhinweise gebe es aber nicht.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise hinsichtlich der neuesten Entwicklungen bislang nicht verschärft. Es empfiehlt lediglich, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze aufzuhalten. Von Reisen in die Badeorte im Süden rät die Behörde aber nicht ab.

Ohne konkreten Verweis auf den IS warnt das Auswärtige Amt in einem weltweiten Sicherheitshinweis nur, dass grundsätzlich und weltweit die Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen fortbesteht. Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen zum Beispiel Regierungs- und Verwaltungsgebäude.

Der Grad der terroristischen Bedrohung sei von Land zu Land unterschiedlich. Hinweise darauf gibt es in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes für die einzelnen Länder. Die Gefahr eines Anschlags bestehe insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren. Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden, sei im Vergleich zu anderen Reiserisiken jedoch vergleichsweise gering.© dpa