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12.07.2012, 17:26 Uhr

Spielekonsole "Ouya" bricht alle Rekorde

(mgb/cze) - Die Open-Source-Spielekonsole "Ouya" hat auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter.com" die Krone der am schnellsten finanzierten Projekte erobert: Eigentlich wollten die Entwickler lediglich 950.000 Dollar einsammeln. Doch binnen acht Stunden war bereits die magische Grenze von einer Million Dollar überschritten, nach 24 Stunden stand ein Betrag von über 2,5 Millionen Dollar fest. Inzwischen peilt das Konsolen-Projekt die Vier-Millionen-Grenze an, bei einer Laufzeit von noch fast einem Monat. Dieser spontane Geldsegen soll nun auch den Unterstützern des Projektes zugutekommen.

Per Nachricht auf der Kickstarter-Seite hat sich Ouya-Chefin Julie Uhrman an ihre spendenfreudige Community gewandt. Darin bittet sie um Feedback seitens der Nutzer, welche Features noch für die Konsole gewünscht werden, falls noch mehr Geld zusammenkommt. Die bisherige Ausstattung umfasst einen Tegra-3-Prozessor, 8 Gigabyte Flash-Speicher, einen HDMI-Anschluss für die hochauflösende Verbindung zum Fernseher, WLAN, Bluetooth, ein USB-Port und einen Standard-Controller mit acht Knöpfen und zwei Analogsticks. Die Leistung entspricht damit einem Tablet-PC oder Smartphone der aktuellsten Generation. Als Betriebssystem soll Android 4.0 zum Einsatz kommen. Insgesamt soll die Konsole 99 Dollar (etwa 80 Euro) kosten.

Ganz oben auf der Wunschliste der Nutzer sind derzeit noch ein weiterer USB-Port, ein SD-Kartenslot, um auch Fotos über die Konsole auf den Fernseher zu bringen, und ein Anschluss für ein Netzwerkkabel. Daneben können die Geldgeber in einer weiteren Umfrage darüber abstimmen, welche Spiele auf die Konsole kommen sollen. "Ouya" will so die Wünsche der Spieler bündeln und an die entsprechenden Entwickler weiterleiten.

Allerdings müssen sich Programmierer, die Titel für das System entwickeln wollen, auf neue Bedingungen einstellen. Denn "Ouya" soll mit kostenlosen Spielen gefüttert werden, die sich über In-Game-Käufe von Inhalten und Abos finanzieren. Dafür entstehen den Entwicklern keinerlei Lizenzkosten, denn die nötigen Programmierumgebungen werden gratis zur Verfügung gestellt. Und die Chancen, dass auch bekanntere Spiele auf der Open-Source-Plattform umgesetzt werden, stehen gar nicht mal schlecht: Einerseits zeigt der große Kickstarter-Zuspruch, dass der Markt für eine günstige Android-Konsole vorhanden ist und sich die Entwicklung von Spielen lohnen könnte, andererseits sind auch die Macher hinter "Ouya" in der Games-Branche keine Unbekannten.

An der Entwicklung des auf Android basierenden Systems sind nämlich unter anderem der ehemalige Xbox-Chef Ed Fries, der Kindle-Entwickler Muffi Ghadiali und Julie Uhrman, Mitgründerin des Entertainmentportals IGN, beteiligt. Für die Optik der Konsole ist der Designers Yves Behar verantwortlich. Damit dürfte das Start-Up genug Verbindungen in die Entwickler-Szene haben, um ein ansehnliches Launch-Line-Up bieten zu können.

Wer selbst noch Teil der "Ouya"-Bewegung werden möchte, hat noch bis zum 9. August Zeit, einen Betrag zwischen 10 und 10.000 Dollar auf der Kickstarter-Seite des Projekts zu spenden. Die ersten Konsolen sollen dann im März 2013 an Kunden ausgeliefert werden.

Alle News vom: 12. Juli 2012 Zur Übersicht: Games

2 Meinungen zu "Rekordjagd aus dem Untergrund"

  • LordOida
    Freitag, 13.07.2012, 10:50 Uhr
    das mit den Ingame Kauf/Abo hört sich sehr nach Pay-2... äh Free-2-Play an, wie wir es jetzt schon kennen... Ich halte nicht sonderlich viel von den meisten Free-2-Play-Spielen. Da die meisten wirklich wahre Pay2Win sind. Gibt nur eine handvoll. Bestes Beispiel: League of Legends Natürlich kann man sich fehlende Champions im Spiel für echtes Geld SCHNELLER Freischalten. So hockt man halt erstmal Wochen dran um sich einen neuen zuzulegen. Dafür aber komplett umsonst. Die spielentscheidenden Runen, kann man sich nur mit den Ingame-Punkten zulegen, wo man NICHT mit echten Geld kaufen kann. Lediglich für ein anderes Aussehen seiner Champions (s.g. Skin) kriegt man nur für echtes Geld, die aber kein eingreifen in die Spielmechanik machen. Erstklassiges Pay-2-Win: Die Siedler Online. Natürlich kann man es auch komplett umsonst spielen. Aber die vorzüge, die man sich mit Geld zulegen kann, sind astronomisch! Mehr Generäle, um mehr Schlachten auf einmal zu führen. Besondere Gebäude, die die Produktion gewaltig verbessern (unerschöpfliche Kupferminen, endlos Produzierende Kohlemanufakturen, Getreidesilos für unerschöpfliche getreidefelder uvm.) ansonsten hockt man tage da, um sich eine neue Armee aufzustellen. Spätestens ab der einführung von PvP, haben die "Payer" haushoch gewonnen.
  • BrawlKirby
    Freitag, 13.07.2012, 08:20 Uhr
    lol kostenlose spiele mit ingame kauf/abo möglichkeiten da kann ich mir schon bildlich vorstellen wie hochwertig diese Spiele sein werden haha Jetzt grosses tamtam und wenn dann die neue XBOX und PS kommen interessiert das teil keinen mehr.
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