"Mario Kart 7" fühlt sich ganz der Tradition der populärsten aller Fun-Racer-Reihen verpflichtet, bietet aber genügend Neuerungen, um auch Raser-Veteranen hier und da ein "Oh" oder "Ah" zu entlocken, Das fängt schon beim erweiterten Teilnehmerfeld an. Erstmals geben sich Binenkönigin, Metall-Mario, die Raupe Wiggler und jene Brillenschlange die Ehre, die bislang auf einer Wolke sitzend für den Startschuss und die Rundenzählung verantwortlich war.
Aber auch die Anzahl der Rennstrecken kann sich sehen lassen. Insgesamt 32 stehen zur Auswahl - wie üblich verteilt auf diverse Cups und drei Kart-Leistungsklassen. 16 Rundkurse sind brandneu, darunter Fahrten quer durch Donkey Kongs Dschungel und über die Serpentinen von Wuhu Island. Die anderen wurden indes aus vorherigen Spielen der Serie übernommen und den veränderten Rennumständen angepasst. Denn neuerdings wird nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser und in der Luft um die Wette gerast. Zu diesem Zweck sind die Karts von Mario, Luigi und Co. mit Schiffsschrauben und Gleitschirmen ausgerüstet. Wer zudem fleißig Münzen auf der Strecke einsammelt, schaltet neue Karosserien, Räder und Flughilfen mit unterschiedlichsten Eigenschaften frei.
Wie üblich wird auf der Strecke tief in die Kiste mit den schmutzigen Tricks gegriffen, um die Konkurrenz ins Schleudern zu bringen. Grüne und rote Schildkrötenpanzer, Bananenschalen und Turbo-Pilze - kennt man alles zur Genüge. Neu sind dagegen die Extras Wäschbarschwanz, Feuerblume und die seltene Super 7 - Letzteres aktiviert eine ganze Revolvertrommel von Items.
Sie alle dienen allein dem Prinzip der Schadenfreude, die nach wie vor den größten Reiz eines "Mario Kart" ausmacht - vor allem im Mehrspieler-Modus. Und der ist umfangreicher und vielseitiger denn je. Kabellos und übers Internet können 3DS-Besitzer gegen bis zu sieben Kontrahenten im selben Raum oder irgendwo auf der Welt antreten. Neue Community-Funktionen erlauben es, Freundeslisten anzulegen und Gruppen zu gründen, andere Spieler via StreetPass-Funktion einzuladen, ihre Bestzeiten auf das eigene 3DS zu laden und eigene Regeln für Rennen, Münzjagd und Ballonkampf festzulegen.
Technisch ist das mindestens so sauber gelöst wie die flotte, kunterbunte Comic-Grafik, die mit schönem und plastischem Tiefeneffekt aufwartet. Die 3D-Darstellung sollte jedoch deaktiviert werden, wenn man sich gegen die klassische Steuerungsvariante entscheidet und stattdessen lieber mithilfe von Kipp- und Neigebewegungen die Karts um die Kurse scheucht - und zwar erstmals aus der Egoperspektive!
Ein simples Antippen des D-Pads genügt. Die Bewegungserkennung funktioniert ausgesprochen gut, nur werden bei aktiviertem 3D durch das Wackeln ständig unschöne Doppelbilder produziert - was auf Dauer Kopfschmerzen bereitet.
Fazit: "Mario Kart 7" ist der große Wurf, auf den Fans und wohl auch Nintendo selbst gehofft haben. Ein Rennspiel, das man auch in ein, zwei Jahren noch einlegen wird, um mit Freunden um die Wette zu düsen oder sich online mit den Besten der Welt zu messen. Auf Mario ist eben Verlass.
Wertung
| Grafik | gut |
| Sound | gut |
| Steuerung | sehr gut |
| Spielspaß | sehr gut |
| Gesamt | sehr gut |
Datenblatt
| Titel | Mario Kart 7 |
| Genre | Rennspiel |
| Alter | ab 0 Jahren |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten |
| Plattform | 3DS (getestet) |
| System | |
| Mehrspieler | 2-8 (WWW) |
| Entwickler | Nintendo |
| Anbieter | Nintendo |
| Preis | ca. 40 Euro |
| EAN | 0045496521257 |
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