Lewis Hamilton, Sebastian Vettel oder Fernando Alonso: Geht es nach Teamkollege Sergio Perez, steckt Force-India-Pilot Nico Hülkenberg mindestens einen der arrivierten Superstars der Formel-1-Szene in die Tasche. "Ich zähle ihn zu den drei stärksten Piloten im gesamten Starterfeld", sagt der Mexikaner im Gespräch mit 'Autosport' über den Deutschen, der in der abgelaufenen Saison zwar das Qualifying-Duell bei Force India für sich entschied, bei den WM-Punkten aber das Nachsehen hatte.

Perez ist überzeugt, dass Hülkenbergs Klasse nicht nur für den Le-Mans-Sieger, sondern auch für seine eigene Güte spräche: "Wenn ich ihn schlagen kann, kann ich jeden schlagen", ist sich der 25-Jährige sicher. Außerdem bestätigt Perez: Hülkenberg ist im Vergleich mit Kamui Kobayashi, mit dem er bei Sauber die Box teilte, der Bessere ist und überflügelt Ex-Weltmeister Jenson Button, den er bei McLaren kennenlernte. "Er ist der stärkste Teamkollege, den ich in meiner Karriere hatte", so Perez.

Chefingenieur Tom McCullough bescheinigt beiden Force-India-Piloten individuelle Klasse: "Wir sind uns darüber im Klaren, wie gut sie sind. Wenn in einer Session der eine eine halbe Sekunde langsamer ist als der andere, dann wissen wir, dass es wahrscheinlich daran liegt, dass etwas mit dem Auto nicht stimmt."

Während Perez mit Force India in Bahrain 2014 und in Russland 2015 mit Force India auf dem Podium stand, wartet Hülkenberg auch nach 94 Grand-Prix-Teilnahmen auf seinen ersten Formel-1-Pokal. Länger (und allesamt ohne glückliches Ende) waren nur die Durststrecken von Adrian Sutil (128 Rennen), Pierluigi Martini (118), Philippe Alliot (109) und Pedro Diniz (98). Mit dem japanischen Dreherkönig Ukyo Katayama (ebenfalls 94) befindet sich Hülkenberg auf Augenhöhe .© Motorsport-Total.com GmbH