Die Wiedereinführung von Tankstopps könnte in der Formel 1 wieder ein Thema werden, nachdem die Idee im vergangenen Sommer nach massivem Widerstand der Teams ad acta gelegt worden war. Das bestätigt FIA-Präsident Jean Todt am Freitag und kokettiert mit einem Comeback schon in der Saison 2017. Besprochen werden soll der Vorschlag bereits am kommenden Montag, wenn sich die Strategiegruppe der Königsklasse trifft und auch über Änderungen der Chassis- und Antriebsregeln debattiert.

Todt wundert sich über die Gründe, aus denen das Nachtanken infolge der Saison 2008 verboten wurde. "Es ging um die Kosten, die beim Transport der Benzinanlage entstehen", erinnert sich der Franzose und wünscht sich, dass die Sache wieder auf den Tisch kommt. "Jetzt sind wir in einer neuen Ära angekommen und wissen, wie es funktioniert. Wir reden von rund 50.000 Euro im Jahr. Wenn es also gut für die Show ist..." Ob Tankstopps die Rennaction wirklich fördern, ist strittig.

Auch der FIA-Präsident räumt ein, Zweifel zu haben, will das Kostenargument aber nicht gelten lassen und bezeichnet die Benzinanlagen als "keinen Kernfaktor der Formel-1-Aufwendungen". Jedoch wurde die Absage vor einigen Monaten damit begründet, dass Nachtanken die Rennen zu vorhersehbar machen würde, die Piloten nicht mehr auf der Strecke überholen ließe und nicht dem Zeitgeist einer "grünen" Königsklasse entspräche.© Motorsport-Total.com GmbH