Das neue Format der Formel-1-Qualifikation kann erst mit Verspätung eingeführt werden.

"Es sollte eigentlich zum Saisonstart kommen, aber wir bekommen die Software nicht rechtzeitig fertig. Deshalb wird die Qualifikation wohl erst in Spanien verändert", sagte Chefvermarkter Bernie Ecclestone der englischen Zeitung "The Independent".

Diese tiefgreifenden Änderungen sollen Qualifying noch attraktiver machen.

Damit würden die Startplätze für die ersten vier Saisonrennen noch nach dem bisherigen Modus ermittelt. Erst beim Großen Preis von Spanien in Barcelona im Mai könnte das neue Format zum Zuge kommen.

Wichtigste Veränderung ist, dass in allen drei Qualifikationsrunden nach einer bestimmten Zeit alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Fahrer sofort ausscheidet.

In den ersten beiden Durchgängen werden je sieben Fahrer eliminiert, in der Finalrunde soll es dann am Ende zu einem Zweikampf um die Pole Position kommen.

"Das war es nicht, was ich wollte", sagte Ecclestone. Der Brite hatte sich für ein System mit Zeitstrafen ausgesprochen, um die Startaufstellung spannender zu gestalten.

"Wenn ein Junge die Pole holt und schon das vorherige Rennen gewonnen hat, sollte er so viele Sekunden addiert bekommen, dass er sich durch das Feld bis zur Führung kämpfen muss", erklärte Ecclestone seine Idee. "Das wäre ein aufregendes Rennen."

Doch die Teams überstimmten den Formel-1-Geschäftsführer. "Die sind völlig verrückt", sagte Ecclestone dazu.© dpa

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Am 20. März startet die Formel 1 in die neue Saison. Vor dem Auftakt in Melbourne haben die Teams zwei Testphasen, um ihre Boliden auf den Prüfstand zu stellen. Gefahren vier Tage lang, jedes Team hat ein Auto am Start. Vor dem ersten Testtag präsentierten auch die letzten Teams ihre neuen Renner. Einzig Sauber geht noch mit dem Boliden der Vorsaison auf die Strecke in Barcelona.