Sotschi (dpa) - Der Internationale Automobilverband plant nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi ein Tempolimit in entsprechenden Gefahrensituationen und -bereichen.

"Es ist wahrscheinlich besser, die Entscheidung, das Tempo zu verlangsamen, den Fahrer abzunehmen", sagte Rennleiter Charlie Whiting vom Internationalen Automobilverband FIA am Freitag bei einer Pressekonferenz in Sotschi. An diesem Samstag wollen sich die Verantwortlichen mit den Teamchefs über die Art und Weise der Umsetzung austauschen.

Die interne Untersuchung des Unfalls von Bianchi hatte ergeben, dass nicht alle Fahrer ihr Tempo an der entsprechenden Stelle, wo doppelte Gelbflaggen herrschten, gleichermaßen verlangsamt hatten. Whiting geht davon aus, dass ein entsprechendes Tempolimit an diesem Wochenende beim ersten Großen Preis von Russland noch "hoch unwahrscheinlich" ist.

Es seien in den Autos so viele Systeme integriert, "dass es schwer ist, dafür zu sorgen, dass sie auf allen Autos richtig funktionieren", sagte er. Von generellen Änderungen wie auch möglichen Maßnahmen zur Bergung von verunglückten Autos geht Whiting erst vom kommenden Jahr an aus.© dpa