Der ehemalige Formel-1-Fahrer Mark Webber bereut nicht, dass er Red Bull Ende 2013 verlassen hat, um zu Porsche in die Langstrecken-WM (WEC) zu wechseln. Dort wurde er vergangenes Jahr Weltmeister (gemeinsam mit Timo Bernhard und Brendon Hartley), auf den begehrten Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans wartet er aber noch.

Webber wurde im Frühjahr 2013 von Porsche angesprochen und konnte dem Angebot nicht widerstehen: "Nichts hält ewig. Du musst dich immer nach der nächsten Aufgabe umschauen", erklärt der 39-jährige Australier in einem Interview mit 'Sport360'. "Wolfgang Hatz (Porsche-Vorstand für Forschung und Entwicklung; Anm. d. Red.) kam zu mir und sagte: 'Wir kehren in die LMP1 zurück und wir würden uns freuen, wenn du zu uns kommst, sobald sich die Möglichkeit ergibt.'"

"Ich wollte eigentlich noch ein bisschen länger in der Formel 1 bleiben, aber mit 40 bist du für die Formel 1 zu alt", sagt Webber, für den der Porsche-Vertrag langfristig sportlich wie auch finanziell eine attraktive Möglichkeit war: "Es gibt keinen Fahrer, der diesen Job nicht möchte. Okay, Sebastian und Fernando sind vielleicht ganz glücklich, wo sie jetzt sind, weil sie in der Formel 1 noch einiges zu erledigen haben. Aber mindestens die Hälfte der Formel-1-Fahrer würde meinen Job wollen."

Porsche sei derzeit das Beste, was ihm in seiner Karriere hätte passieren können, denn Webber fährt um den Sieg bei einem der prestigeträchtigsten Autorennen der Welt, bei den 24 Stunden von Le Mans, und er verdient als Werksfahrer gutes Geld. Damit wäre es in der Formel 1 nach Auslaufen seines Red-Bull-Vertrags wohl ohnehin vorbei gewesen. Auch wenn er bereut, in der Königsklasse nie Weltmeister geworden zu sein.

Das hat er in der WEC inzwischen nachgeholt: "Von 20 bis 36 war ich in der Formel 1. Jetzt bin ich halt in einer anderen Situation." Und zwar in einer guten: "Erst wenn du selbst ein Teil davon bist, erkennst du, wie mächtig die Marke Porsche ist, welch unheimliche globale Wirkung sie hat. Ich habe Spaß daran, Porsche so gut wie möglich zu repräsentieren", sagt er.

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