Ein Hochstapler, der als angeblicher Betriebsleiter des Formel-1-Teams von Mercedes Waren im Wert von mehr als einer Millionen Euro bestellt hatte, muss zwei Jahre ins Gefängnis. Der 37-jährige Stuart Howatson wurde am Donnerstag von einem Gericht im britischen Warwick des Betruges in zwölf Fällen sowie des Diebstahls für schuldig gesprochen.

Howatson wurde unter anderem nachgewiesen, dass er im Namen des Mercedes-Teams Sicherheitssysteme im Wert von knapp 300.000 Euro, Software im Wert von rund 25.000 Euro sowie ein Internet-Sicherheitsprogramm im Wert von knapp eine Million Euro bestellt hatte. Zudem hatte er sich auf Kosten von Mercedes in verschiedenen Hotels einquartiert. Bei einem fingiertem Bewerbungsgespräch soll er zudem einem anderen Mann rund 1.800 Euro gestohlen haben.

Der Hochstapler war bei seinen Taten sehr professionell vorgegangen. So berichtete ein Ingenieur, den Howatson in Köln zu einem angeblichen Bewerbungsgespräch getroffen hatte, sein Gegenüber habe genaue Kenntnisse über das Formel-1-Team von Mercedes gehabt. Auch Richter Derek Sweeting stellte fest: "Sie haben Ihre Betrügereien mit außerordentlich überzeugendem Geschick durchgeführt."

Howatsons Anwalt hatte argumentiert, sein Mandant habe die Betrügereien nicht zur Bereicherung, sonder einzig aus Geltungssucht begangen. Dieser Ansicht folgte das Gericht, schickte ihn aber dennoch ins Gefängnis. Denn Howatson ist Wiederholungstäter. Ab dem Jahr 2010 hatte er bereits zwei Jahre im Gefängnis gesessen, nachdem er sich als hochkarätiger Polizist ausgegeben hatte.© Motorsport-Total.com GmbH