Wie geht es Michael Schumacher? Von der Familie kommt kein Statement zu seinem Gesundheitszustand, und an dieser Informationspolitik wird sich voraussichtlich auch nichts ändern. Die Gründe erklärte nun erstmals seine Managerin Sabine Kehm in einem Interview.

An Michael Schumacher ist kein Herankommen. Auch nicht für seinen früheren Manager Willi Weber, der sich noch kürzlich beklagt hatte: "Ich finde es schrecklich, dass man nichts von der Familie hört."

Sabine Kehm: Managerin und Mauer von Michael Schumacher.

Tatsächlich wird beharrlich geschwiegen. Alle Anfragen zu Schumachers Gesundheitszustand laufen über den Schreibtisch von Sabine Kehm, die den Managerposten 2010 von Weber übernahm. Erstmals erklärte sie nun in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" die zurückhaltende Informationspolitik der Familie Schumachers, der vor zwei Jahren beim Skifahren verunglückt war.

"Es wäre nie Ruhe"

Kehm glaubt nicht, dass die Öffentlichkeit nach einem Statement zu seinem aktuellen Gesundheitszustand Ruhe geben würde: "Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen, jedes Wort ist Fanal für weitere Informationen. Es wäre nie Ruhe."

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Zudem ließe sich die Frage, wie es Michael Schumacher geht, "nicht in ein paar Sätzen beantworten". Es handele sich um einen "ständigen" Prozess. Sie wolle Interpretationen verhindern - und sehe daher keine Alternative.

Ihr Schweigen aber erklärt sich vor allem, wenn sie betont: "Michael war sein Privatleben auch vor dem Unfall heilig. Und alle haben das akzeptiert."

Reporter nähern sich mit Booten

Laut dem Bericht versuchen immer wieder Journalisten, an das Schumacher-Gründstück am Genfer See mittels Booten heranzukommen. Das Pflegepersonal habe daher die Vorschrift, den See regelmäßig mit Ferngläsern abzusuchen.

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Auch wird wiederholt über Spekulationen zu Schumachers Gesundheitszustand berichtet, obwohl es keine offiziellen Informationen dazu gibt.

Mehrere Klagen stehen aktuell im Raum - wie viele, kann nicht mal Schumachers Medienanwalt Felix Damm beantworten: "Das weiß ich nicht, es sind einfach zu viele." (af)