Zwei Jahre ist Michael Schumachers schwerer Skiunfall in den französischen Alpen nun her. Nicht nur Fans, Freunde und seine Familie nahm der Unfall des Rekordchampions damals schwer mit, auch für viele ehemalige Weggefährten war der 29. Dezember 2013 ein echter Schock. Auch der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der viele Jahre mit Schumacher zusammenarbeitete, blickt mit "großer Trauer" auf jenen Tag zurück.

"Ich stehe Corinna, Mick und Gina-Maria nahe", verrät di Montezemolo im Gespräch mit der italienischen 'Gazzetta dello Sport' im Hinblick auf Schumachers Ehefrau und die beiden Kinder des Rekordchampions. "Am 3. Januar werde ich Corinna anrufen und mit ihr sprechen", erklärt der Italiener in diesem Zusammenhang. An diesem Tag wird Schumacher 47 Jahre alt.

Über den Zustand des siebenmaligen Weltmeisters ist wenig bekannt. Zuletzt erklärte Schumachers Managerin Sabine Kehm im Mai: "Wir freuen uns, dass wir sagen können, dass er weiter Fortschritte macht. Ich sage das unter der Berücksichtigung, wie schwer seine Verletzung war. Natürlich wird es ein sehr langer Kampf für alle Beteiligten werden und wir freuen uns, dass wir diesen Kampf annehmen werden."

Di Montezemolo hofft jedenfalls das Beste und erklärt: "Ich glaube noch immer an ein Wunder und in der Zwischenzeit erinnere ich mich an unsere Momente des Triumphs zurück." Als Beispiel nennt er Schumachers ersten Titelgewinn für Ferrari im Jahr 2000 in Japan. Ende 2006 verabschiedete sich der Deutsche nach elf Saisons und fünf WM-Titel von der Scuderia.

Eine geplantes Comeback scheiterte 2009 zunächst an einer Nackenverletzung und später an den Regeln. "Wenn ich den Vorschlag des dritten Autos durchgebracht hätte, dann wäre es für ihn gewesen", verrät di Montezemolo. Weil Ferrari für die Saison 2010 mit Fernando Alonso und Felipe Massa bereits zwei Piloten unter Vertrag hatte, startete Schumacher stattdessen ein dreijähriges Comeback bei Mercedes.© Motorsport-Total.com GmbH