Ende März nimmt Sebastian Vettel die Mission fünfter Titel in Angriff. In Australien will der Ferrari-Pilot den Mercedes einheizen und mit einem guten Start dafür sorgen, dass 2016 der erste Formel-1-Titel in Rot für ihn herauskommt. Mit Rang drei und drei Saisonsiegen verlief das Debütjahr für die Scuderia relativ erfolgreich, doch die Erwartungen im Team von Sebastian Vettel steigen. Präsident Sergio Marchionne kündigte bereits an, dass man beim Auftakt in Melbourne das Team sein wolle, dass es zu schlagen gilt.

Vettel selbst lässt sich von solchen Aussagen aber nicht unter Druck setzen: "Wir brauchen keinen Präsidenten, der uns sagt, dass er gewinnen will. Es ist natürlich, dass wir alle gewinnen wollen", erklärt der Heppenheimer am Rande des Pirelli-Reifentests in Le Castellet, den er als Schnellster abschloss. "Das Team ist ziemlich groß, und man kann jeden einzelnen fragen: Unser Ziel ist zu gewinnen."

Der 28-Jährige weiß, dass das Ziel sehr ambitioniert ist. Seit der Einführung des neuen Reglements vor der Saison 2014 sind die Silberpfeile das Maß aller Dinge und haben seitdem nur sechs Grand-Prix-Läufe nicht gewonnen. "Wir wissen, dass die Lücke im vergangenen Jahr ziemlich groß war", gibt Vettel zu, weiß aber auch: "Wir haben über die Saison gesehen einen guten Job gemacht, um näher zu kommen."

Was der Saisonauftakt in Australien mit sich bringen wird, wird sich zeigen, doch den Sieg im Albert Park sieht der Deutsche nicht als zwingend notwendig für den Titel an: "Australien ist nur eines von 21 Rennen", sagt er. "Wenn man dort gewinnt, ist das großartig, aber wenn nicht, dann versucht man so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Danach ist das Jahr ziemlich lang."© Motorsport-Total.com GmbH