Auf der Rennstrecke von Zandvoort weht ab sofort royales Flair. Der niederländische Prinz Bernhard von Oranje hat den Kurs an der Nordseeküste zusammen mit einigen Partnern übernommen. Das Unternehmen Chapman Andretti Partners, das von Prinz Bernhard zusammen mit dem Geschäftsmann Menno de Jong gegründet wurde, kaufte den Kurs dem bisherigen Eigentümer Hans Ernst ab, der die Rennstrecke 27 Jahre lang besessen hatte.

Prinz Bernhard ist ein Cousin des niederländischen Königs Willem-Alexander und seit Jahren als Hobbyrennfahrer aktiv. Zusammen mit seinen Partnern will er in die Rennstrecke investieren und hofft mittelfristig sogar die Formel 1 wieder in die Niederlande zu holen. "Das bleibt der ultimative Traum", wird Prinz Bernhard von der niederländischen Tageszeitung 'De Telegraaf' zitiert.

Gemeinsam mit seinen Partnern will er daher in den kommenden Jahren kräftig in die Rennstrecke investieren und das Rennprogramm ausbauen. "Diese Saison schauen wir es uns an, aber dann wollen wir so schnell wie möglich loslegen", so der Prinz. "In Assen wurde gut investiert, und Zandvoort wird folgen. Zusammen mit dem belgischen Zolder wollen wir in diesem Teil von Europa ein starkes Dreieck von Rennstrecken bilden."

Die Vorzüge des Kurses liegen für den neuen Eigentümer auf der Hand: "Zandvoort ist in den Top 5 der Fahrer. Nicht nur wegen der Lage direkt am Meer, sondern auch weil es nur 20 Minuten vom Flughafen Schiphol und Amsterdam entfernt ist."

Zwischen 1952 und 1985 war die Formel 1 30 Mal in Zandvoort zu Gast . Letzter Grand-Prix-Sieger war vor 31 Jahren Niki Lauda.© Motorsport-Total.com GmbH