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21.02.2012, 10:00 Uhr

Bleibt Otto länger bei Hertha BSC?

München (ae/mac) - Mit der Verpflichtung von Otto Rehhagel ist den kriselnden Berlinern der wohl spektakulärste Trainer-Coup der Saison gelungen.

Gemeinsam mit René Tretschok und Ante Covic soll der 73 Jahre alte Übungsleiter den schlingernden Klub wieder in sichere Fahrwasser bringen. Eigentlich soll seine Mission "Klassenerhalt" lediglich bis zum Ende der laufenden Saison gehen. Doch "König Otto" scheint Blut geleckt zu haben.

"Mein Vertrag gilt nur bis Sommer. Das heißt ja nicht, dass meine Karriere damit beendet sein muss. Ich muss nichts machen, aber kann alles machen. Wenn man mich um Hilfe bittet, könnte ich mir auch eine Rolle als sportlicher Berater vorstellen. Alles ist offen. Aber jetzt zählen nur die nächsten drei Monate bei Hertha", sagte er bei seiner Vorstellung.

Sollte Rehhagel mit den Berlinern, die nach elf Spielen ohne Sieg auf den 15. Tabellenrang zurückfielen, die Trendwende gelingen, scheint eine neue Aufgabe in der Hauptstadt durchaus im Bereich des Möglichen. Denn auch bei Vereinsboss Werner Gegenbauer scheint eine Rehhagel-Weiterbeschäftigung auf Gegenliebe zu stoßen.

"Es hat sich gezeigt, dass uns Otto Rehhagel in der Vergangenheit immer verbunden war. Es liegt jetzt an uns, seine Erfahrung auch in Zukunft für Hertha BSC zu nutzen", meint der 61-Jährige vielsagend.

Ob Manager Michael Preetz von dieser aktuellen Entwicklung angetan ist? Eher nicht. Der ehemalige Stürmer war nach der "Lügen-Affäre" mit Ex-Trainer Markus Babbel und dem Fehlgriff mit Michael Skibbe, der nach fünf Pflichtspielpleiten und nur 41 Tagen wieder gehen musste, in den Fokus der Kritik gerückt.

Mit der Otto-Verpflichtung tritt Preetz ins zweite Glied. Nicht schlecht, wenn man aus dem Hintergrund in Ruhe einen neuen Trainer für die kommende Saison suchen kann. Ob er allerdings langfristig bereit ist, auch die "zweite Geige" bei den Berlinern zu spielen, ist zweifelhaft. Darüberhinaus stellt sich für Preetz die Frage: Kann sich ein neuer Trainer mit einem starken Rehhagel im Hintergrund arrangieren? Auch hier müsste die Chemie stimmen, was beim "demokratischen Diktator" (Rehhagel über Rehhagel) mehr als fraglich erscheint.

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14 Meinungen zu "Bleibt Otto länger bei Hertha?"

  • Dubi1101
    Dienstag, 21.02.2012, 14:45 Uhr
    Gute Idee. Der saß doch in den letzten Monaten eh auf Tribünen und beobachtete. Dann kann er mal dem Lehrling Preetz noch was beibringen. Vielleicht klappt es dann mit dem Manager
  • hacke6breit6
    Dienstag, 21.02.2012, 14:41 Uhr
    Rehagel ist der Beste. Schade, dass er nicht erst 50 ist.
  • Sehichso
    Dienstag, 21.02.2012, 14:28 Uhr
    vielleicht kann Otto nächste Saison ja Herthas Klassenerhalt in der 2.Liga sichern - wenn ihn Preetz nicht vorher wegbeisst.
  • lenaisabel
    Dienstag, 21.02.2012, 14:28 Uhr
    Ist Griechenland ihm mittlerweile zu arm ?
  • Joel123
    Dienstag, 21.02.2012, 14:24 Uhr
    Also der Otto wirds schon richten, der Verein wird mit viel Leidenschaft die letzten 12 Spiele absolvieren. Von der Wiege bis zur Bahre.... Ha Ho He Hertha BSC. -u.n.v.s.u.-
  • kaminer90
    Dienstag, 21.02.2012, 14:10 Uhr
    Otto Rehagel hat sich als Trainer um den Vereinsfußball und um den deutschen Fußball überhaupt verdient gemacht. Daß er sich so einer Herausforderung stellt, spricht für ihn und gegen diejenigen, die jetzt unken "zu alt", "der vertritt unmodernen Fußball". Das Prädikat "unmodern" wird ihm seit 2004 aufgedrückt als er mit einer außerordentlichen Defensivtaktik Griechenland zum Europameister machte. Man sollte mal daran denken, daß gerade Otto - nicht nur in seiner Zeit bei Werder Bremen - einer der größten Verfechter von offensivem Spiel war und damit auch Titel holte. Einer wie er, der eigentlich Schluß machen könnte, lebt den Fußball mit Leidenschaft, und die will er Hertha einhauchen - geht´s schief bricht ihm auch kein Zacken mehr aus der Krone, denn: "Ist der Otto zu stark, ist die Hertha zu schwach"...na ja!
  • schieber1
    Dienstag, 21.02.2012, 14:06 Uhr
    Spektakulär war oder ist diese Verpflichtung ja, nur, ob es was nützt, man wird sehen. Länger in Berlin das kann ich mir schon eher vorstellen. Rehagel liebt die Möglichkeiten des Lebens welches ihm Berlin.
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