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19.06.2012, 10:00 Uhr

FC Bayern flirtet mit Guardiola

München (dpa) - Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München liebäugelt laut Medienberichten mit einer Verpflichtung von Erfolgscoach Josep Guardiola.

Der 41 Jahre alte Spanier sei ein heißer Kandidat für die Nachfolge von Bayern-Trainer Jupp Heynckes im kommenden Sommer, berichteten die "Bild"-Zeitung und die "Sport Bild". Guardiola, der im Mai nach vier Jahren und 14 Titeln seinen Vertrag beim FC Barcelona nicht verlängert hatte, habe seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, hieß es.

Beim FC Bayern war am Dienstag kein Verantwortlicher für eine Stellungnahme zu erreichen. Abwehrspieler Holger Badstuber, momentan bei der EM im Einsatz, sagte in Danzig: "Das ist auch interessant, aber wir haben beim FC Bayern einen großen Trainer mit Jupp Heynckes, den wir schätzen." Badstuber weiter: "Was danach kommt, habe ich nicht in der Hand. Das soll das Präsidium beurteilen."

Beim spanischen Pokalfinale Ende Mai habe sich Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger mit Guardiolas Bruder und Berater Pere getroffen, hieß es in den Medienberichten weiter. Guardiola will sich nach seinem Abgang beim FC Barcelona erst einmal eine Auszeit gönnen. "Vier Jahre sind eine Ewigkeit für einen Coach, vier Jahre machen jeden müde", hatte er seinen Rücktritt bei den Katalanen begründet. Der 41-Jährige soll auch ein aktuelles Angebot von Champions-League-Sieger FC Chelsea ausgeschlagen haben.

Der Vertrag von Heynckes beim FC Bayern läuft in einem Jahr aus. Vor drei Wochen hatte Präsident Uli Hoeneß mit Blick auf die Trainer-Position 2013 gefragt: "Holen wir einen neuen oder nicht? Höchstwahrscheinlich holen wir einen", sagte er damals der "Welt". Drei Wochen zuvor hatte Hoeneß bereits Guardiola als möglichen Bayern-Coach ins Spiel gebracht. "Wenn die Sprachbarriere nicht wäre, würde ich sagen, dass Pep Guardiola sicherlich einer für uns wäre", sagte er in einem "Focus"-Interview.

Josep "Pep" Guardiola, Joachim Löw und Jürgen Klopp. Interaktiv

Der Vertrag von Jupp Heynckes als Trainer des FC Bayern München läuft im Sommer des Jahres 2013 aus. Wer soll sein Nachfolger werden? Stimmen Sie ab! >

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378 Meinungen zu "FC Bayern flirtet mit Guardiola"

  • Fried
    Montag, 02.07.2012, 14:08 Uhr
    Das würde mit Guardiola nur funktionieren, wenn er den Kader ganz neu aufstellen kann mit einkaufen und abschieben. Ein Gomez z.B. hätte da keine Verwendung mehr.
  • Dresdner1982
    Mittwoch, 27.06.2012, 12:23 Uhr
    oh gott, pep bitte mach das nicht .. du bist so ein sympathischer kerl, versau dich nicht selber da im bayernlande.... mach deine pause und übernehme die spanische selection!! das ist deine bestimmung nicht die arroganten bayern... das wäre was für mourinho!!!
  • moier007ha
    Sonntag, 24.06.2012, 10:42 Uhr
    . . . das finde ich richtig gut. Er soll sich jetzt ein Jahr erholen und deutsch lernen und dann ist er sicherlich der Richtige. Die Spieler sind Profis und müssen sich auf den Trainer einstellen, nicht umgekehrt. Bayern München hat auch die richtigen Spieler dazu, denn fast alle haben es nicht nur in den Beinen, sondern auch im Kopf. Ich denke, das ist für die Spielweise von Guardiola sehr sehr wichtig. Es wäre auch mein Wunschtrainer. Das Spielsystem, das er den Spaniern über Jahre eingelernt hat, ist doch richtig geil
  • Furiarojanegra
    Mittwoch, 20.06.2012, 17:23 Uhr
    Guardiola ist ein klasse Trainer, aber zu Bayern paßt er nicht- er hat ein Spielsystem und braucht die entsprechenden Spieler, um das System spielen zu lassen. Beim FC Bayern trifft er auf Stars, die er zunächst mal auf ein komplett anderes System einstellen müsste. Und wenn sich dann nicht sofort der Erfolg einstellt, wird er weggemobbt. Denn Zeit gibts beim FC Bayern nicht, da sind einfach zu viele Köche und ehemalige Fußballgrößen
  • Boss7ification
    Mittwoch, 20.06.2012, 14:58 Uhr
    @punky666: Zitat: "Ansonsten denkt sich beispielsweise Spieler A, dass er Lust auf Kich & Rush hat, während Spieler B lieber Kurzpassspiel bevorzugt und durch die Mitte spielen will. Spieler C widerrum will unbedingt Flanken und steht deswegen nur auf der Außenbahn." Es hängt vom Intellekt bzw. Instinkt des jeweiligen Spielers ab, der Trainer weiß nicht, was in der 33. oder 85. Minute passieren wird und wie der Ball kommt. Er kann nicht dem Spieler kurz vor der Entscheidung sagen, wie und wohin er den Ball spielen soll. Du hast die Mannschaft der 67. Bundesliga beschrieben und nicht den Finalisten der Champions League. Der Spieler A, der den Ball hat, muss selbst entscheiden, was klüger und besser für seine Mannschaft ist, seine Spielkollegen müssten sich anpassen und über ein mögliches Handeln des Spielers A nachdenken und ihm "folgen". Realisieren der Situation, in der sich der Kicker und sein Kickerkollege gerade befinden, zählt zu dem Job als Spieler, dafür bekommen sie auch 10 Millionen pro Saison. Ob er nun flanken, kurzspielen oder doch aufs Tor schießen soll... entscheidet der Spieler selbst und wenn er was in der Birne hat, wird er die richtige Entscheidung treffen. Der Trainer hat damit überhaupt nichts zu tun. Uli Hoeneß meistert es schon alleine mit der Aufstellung, dazu braucht er keinen Trainer. Da regt er sich doch nur auf, so wird es allein sein Fehler, wenn sie verlieren. Der Trainer ist nur dazu da, damit er die Spieler quasi "aufbaut", eine Art Motivator für die mental Schwachen, der sich auch manchmal ärgern muss. Ein Zeichen für den mental schwachen Spieler, dass er etwas an seinem Spiel ändern soll. Zitat von Dick Advocaat, vor dem Spiel gegen Tschechien bei der EM 2012: "Es hängt alles nur davon ab, wie die Sbornaja spielen wird." Aber vielleicht hast du recht, nehmen wir die Griechen als Beispiel. Jemand (Trainer) muss ihnen doch sagen, dass sie nach 1:0 Führung nur noch verteidigen sollen, sonst könnte passieren, dass sie plötzlich noch ein zweites Tor schießen... das wäre ja abnormal. Shevchenko weiß genau, wo er bei einem Eckball stehen soll, da braucht er keinen Trainer. Beckham weiß genau, wie er flanken soll, braucht auch keinen. C. Ronaldos Taktik steht fest, der Zug nach vor ist am Wichtigsten, er braucht keinen Trainer, der ihm das sagt.

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