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25.08.2012, 20:26 Uhr

2:1 gegen Leverkusen - Starkes Frankfurter Comeback

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt hat sich mit einem starken Auftritt in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Aufsteiger gewann völlig verdient mit 2:1 (0:1) gegen Bayer Leverkusen.

Stefan Kießling hatte den viel zu abwartend spielenden Europa-League-Teilnehmer zwar in der 29. Minute mit einem Abstaubertor in Führung gebracht. Stefan Aigner (57.) und Martin Lanig (82.) belohnten mit ihren Treffern aber noch die sehr spiel- und laufstarke Leistung der Eintracht in dieser turbulenten Partie.

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"Wir haben in der zweiten Halbzeit eine richtig gute Moral gezeigt", lobte Eintracht-Trainer Armin Veh sein Team für eine "klasse Leistung". "Wir haben zu wenig nach vorne getan, vor allem weil wir auch den Platz gehabt hätten. Hinten haben wir zu viel zugelassen", bemängelte Kießling. Allerdings beklagte sich der Torschütze über eine vermeintliche Benachteiligung durch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der zweiten Halbzeit. "Wir haben nicht gut gespielt, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Aber da hat er jeden Mist gegen uns gepfiffen."

Das Spiel verlief genauso hitzig, wie es schon im Vorfeld diskutiert worden war. Nach einer Entscheidung des DFB-Sportgerichts durfte die Eintracht nur 26 500 Karten an ihre eigenen Fans verkaufen - inklusive der rund 1300 Bayer-Anhänger saßen am Samstag also nur 27 950 Zuschauer in einer halbleeren Arena.

Die sahen von Beginn an einen sehr engagierten und mit hohem Tempo und Risiko spielenden Aufsteiger, der schon in der Anfangsphase durch Takashi Inui (13.) und zweimal Alexander Meier (17./20.) mehrere gute Chancen besaß.

Die Fans sahen aber auch sehr schnell in Referee Kinhöfer ihren Buhmann. Nach einem Foul des Leverkusener Torwarts Bernd Leno an dem allein vor dem leeren Tor einschussbereiten Meier gab der Schiedsrichter in der 38. Minute zu Unrecht einen Abstoß, statt auf Elfmeter für die Eintracht und Rote Karte für den Keeper zu entscheiden. Die Hessen waren darüber so erbost, dass ihr Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen tobend von der Tribüne an den Spielfeldrand gelaufen kam. "Der Schiedsrichter hat Glück gehabt, dass wir gewonnen haben", sagte Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler.

Dabei spielten die Frankfurter genauso, wie sich dass ihr Trainer vorgestellt hatte. Veh stellte mit Kevin Trapp, Carlos Zambrano, dem Ex-Leverkusener Bastian Oczipka, Aigner, Inui und Olivier Occean gleich sechs Neuzugänge auf und gab zudem die taktische Anweisung, bitte nicht "30 Meter vor dem eigenen Tor darauf zu warten, dass wir einen reinkriegen".

Leverkusen spielte ob dieses Frankfurter Sturm und Drangs sehr abwartend, kam in einer Art Privatduell zwischen Kießling und Torwart Trapp aber auch zu guten Chancen (6./26.). Beim 0:1 sah der Keeper allerdings nicht allzu überzeugend aus, weil er einen Schuss von Karim Bellarabi genau vor die Füße von Kießling abwehrte.

Nach der Pause machte die Eintracht weiter Druck und wurde durch Aigners Ausgleich auch schnell belohnt. Der Spielverlauf ähnelte dem der ersten Halbzeit, beide Teams hielten sogar das hohe Tempo aufrecht: Frankfurt machte das Spiel, Leverkusen blieb gefährlich. Andre Schürrle (61.) und Kießling (79.) hätten den Favoriten in Führung schießen können, Occean (73.) und Rode (76.) den Aufsteiger.

Am Ende machte sich Vehs gutes Händchen bezahlt: Der eingewechselte Lanig traf nach einer Flanke des eingewechselten Stefano Celozzi. "Die SGE ist wieder da", sangen die Eintracht-Fans. Und Schwegler meinte: "Das war ein Ausrufezeichen." Weitere sollen folgen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54 - 46

Torschüsse: 20 - 19

gew. Zweikämpfe in %: 53,7 - 46,3

Fouls: 15 - 22

Ecken: 6 - 7

Quelle: optasports.com

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11 Meinungen zu "Eintracht legt starken Auftritt hin"

  • keinemachtderdummheit
    Sonntag, 26.08.2012, 17:59 Uhr
    Bayer hat sich diese Saison personell noch miserabeler als in der letzten Spielzeit vorbereitet. Allein auf so ein Trainergespann zu bauen zeugt von Schlafmützungkeit. Verletzen sich Kiessling oder Leno sieht es düster aus - schon gestern fehlten Alternativen. Ich hätte Schürrleverkauft und für den Sturm Yakonan und/oder Berbatov geholt. Spieler wie Augusto und Rolfes längst von der Lohnliste gestrichen.
  • schieber1
    Sonntag, 26.08.2012, 13:39 Uhr
    Viel gekämpft und gewonnnen, so soll es sein wenn die technischen Mittel nicht ausreichen. Glückwunsch nach Frankfurt.
  • Trami
    Sonntag, 26.08.2012, 13:35 Uhr
    Glückwunsch an meine Adler, die sich trotz fragwürdigen Entscheidungen des Schirigespanns nicht aufgegeben haben und mit viel Einsatzbereitschaft und starken Willen das Spiel gedreht haben. Der Sieg geht ganz klar in Ordnung und wenn Sie es schaffen ihre Chancen besser zu verwerten steht eine guten Saison nichts im Wege und das Ziel Klassenerhalt ist mehr als nur möglich. Einziges Manko ist die nioch nicht ganz Sattelfeste Abwehr die sich aber hoffentlich noch finden wird. Ein Wort zu dem Schirigespann : Es ist schon seltsam wieviele Fehlentscheidungen immer gegen die Eintracht gepfiffen werden. Erst ein klarer Elfer im Pokal in Aue nicht gegeben und nun gegen Leverkusen wieder . Trapp wurde für so ein Foul letzte Woche mit Rot vom Platz gestellt und jetzt noch nicht einmal ein Pfiff. Man wird langsam das Gefühl nicht mehr los das die Eintracht vom DFB Woche für Woche gemobbt wird , sei es auf dem Platz oder auch neben dem Platz ( Fan`s ). Wenn man die Eintracht nicht haben will sollen si es doch sagen. Der DFB ist und bleibt ein Mafiaähnlicher Verband der einige Vereine nicht dulden will und denen Steine in den Weg legt wo er nur kann. Deshalb an alle Eintrachtler : JETZT ERST RECHT. Forza SGE
  • keinemachtderdummheit
    Sonntag, 26.08.2012, 09:26 Uhr
    Das Leverkusen in altbekannter Manier Spiele herschenkt und von Haus aus nicht in der Lage ist eine Schippe draufzulegen, ist bekannt. Dennoch bin ich immer wieder überrrascht, wie deutlich, nach großen Ansagen, Neuanfängen und ach so toll gelaufenen Vorbereitungen, die Beamtensportgruppe aus dem Rheinland eine Bauchlandung hinlegt. Weniger überraschend ist dabei allerdings die Tatsache, dass das auf der Paradiesinsel Bayer04 offensichtlich niemanden so richtig ärgert und wohl als Ausrutscher schöngeredet wird, dabei sind alle Mängel dieser Truppe bekannt und auch in vollem Umfang aufgezeigt worden. Ninzu kommt, dass man dieses in der Vorbereitung gegen ernsthafte Gegner exakt erkennen konnte. Die größte Enttäuschung ist für mich das Trainergespann, das den immer stärker werdenden Frankfurter treudoof (Skibbe lässt grüßen) nicht entgegensetzte und erst nach dem 2:1 den ersten Wechsel vollzog. Daher: Schlafmützen auf dem Rasen und auf der Bank, auf der Kommandobrücke ja sowieso. Mehr als Platz 7-9 wird bei Bayer diese Saison garantiert nicht herauskommen. Aber: Das juckt da eh keinen... Hätte die Eintracht, die von Mitteln wie sie Bayer04 regelmäßig verballert, nur träumen kann, etwas mehr Qualität - Bayer 04 hätte gestern mindestens 5 Dinger kassiert. Meinen ehrlichen Glückwunsch an die Eintracht und Armin Veh!
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