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31.10.2012, 14:00 Uhr

Rassismus? Alaba wehrt sich

(rs) - Das österreichische Komiker-Duo Stermann und Grissemann ist für untergriffige und derbe Witze bekannt. Doch nun scheinen die beiden Satiriker eine Grenze überschritten zu haben: Der gebürtige Österreicher und Bayern-Kicker David Alaba wehrt sich gegen einen TV-Beitrag im ORF.

Bereits am 2. Oktober wurde in der Sendung "Willkommen Österreich" ein Sketch ausgestrahlt, in dem David Alaba und der austrokanadische Industrielle Frank Stronach aufeinandertreffen. Christoph Grissemann mimt Frank Stronach, Dirk Stermann ist als David Alaba zu sehen. In dem kurzen Clip werden jede Menge ausländerfeindlicher Klischees bedient. So äußert sich "Stronach" gegenüber "Alaba": "Wo lebst du? Wahrscheinlich in Traiskirchen in einem Flüchtlingslager in einer Wellblechhütte mit einem Strohdach." Weiter bezeichnet "Stronach" "Alaba" in dem Clip als Roberto Blanco. "Alaba" bleibt in dem Beitrag meist wortlos zurück und verlässt am Ende wütend den Raum.

Der 20-Jährige Bayernprofi hat sich nun gegen die Persiflage gewehrt. "Oe.24" bezieht sich auf die "Sport Bild" und berichtet, dass Alaba von der Hamburger Anwaltskanzlei Nesselhauff ein Schreiben an ORF-General Wrabetz schicken ließ. Die ORF-Redaktion hat unterdessen schon reagiert und veröffentlichte folgendes Statement: "Dem ORF tut es leid, dass sich David Alaba in seinem Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt. Eine tatsächliche Verletzung gab es aber nicht." Grissemann und Stermann sollen sich um eine Aussprache mit David Alaba bemüht haben.

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